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Großer Andrang: Etliche Besucher kommen zum Bürgerfest, um das sanierte Rathaus unter die Lupe zu nehmen.

Murnau feiert Rathaus-Eröffnung

Bürgerfest mit dem Kini

Es war ein Tag, auf den viele sehnlichst gewartet hatten: Nach der rund zweijährigen Renovierung das Murnauer Rathauses wurde das Millionenprojekt am Wochenende der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Bürgerfest lockte hunderte Besucher an.

Murnau – Staub, Baulärm, gesperrte Zufahrten: Der langwierige Umbau des Rathauses samt anliegendem Strütthaus war in den zurückliegenden zwei Jahren nicht zu übersehen und verlangte auch von den Bürgern viel Geduld. Nun kam der Tag, auf den viele gewartet hatten: Nach dem Abschluss der Arbeiten konnte die Bevölkerung das Gebäude besichtigen. Der Andrang war enorm. Hunderte strömten am Samstag herbei – und in der Fußgängerzone gab es praktisch kein Durchkommen mehr.

Zudem war ein buntes Rahmenprogramm geboten: Unter anderem zeigten die Trachtler Tanzeinlagen, für musikalische Unterhaltung sorgte die Big Band des Staffelsee-Gymnasiums sowie das Jugend- und Blasorchester (JBO). Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen, Weißwurstfrühschoppen und Grillspezialitäten bestens gesorgt. Einen Höhepunkt bildete der Auftritt von König-Ludwig-Darsteller Josef Daser, der von Sepp Gramer in einer Kutsche direkt vor das Rathaus chauffiert wurde. Das Duo spielte zur großen Belustigung der Anwesenden ein kleines Theaterstück. Dabei fachsimpelte der Kini unter anderem darüber, ob ein Schwan nicht ein besseres Wappentier für die Marktgemeinde sei. „Der wäre bloß ersoffen“, konterte Gramer, der in Bezug auf das neue Rathaus anmerkte: „Von dem Geld, das da reingesteckt worden ist, hätten Sie ein ganzes Schloss bauen können.“ Zur Erinnerung: Die Gesamtkosten für den Umbau dürften sich auf acht Millionen Euro belaufen.

Zu jeder vollen Stunde fanden Führungen durch die Einrichtung statt. Dabei erklärte Marktbaumeister Klaus Tworek den interessierten Gästen: „Die Unterkellerung des Strütthauses war mit am schwierigsten und stellte eine Notwendigkeit dar, weil das Rathaus Richtung Schloßbergstraße bereits abgesackt war.“ Davon zeigten sich die Anwesenden durchweg begeistert: „Der Umbau hat sich gelohnt. Das Ergebnis ist wunderschön – und ich halte es für eine beachtliche Leistung, da schließlich auch der Denkmalschutz berücksichtigt werden musste“, meinte etwa Monika Antz aus Murnau. Auch die Besucherin Helga Weber, die wegen ihrer Gehbehinderung motorisch eingeschränkt ist, fand lobende Worte: „Die Barrierefreiheit ist ein wichtiger Punkt. Davon profitieren nicht nur alte oder behinderte Menschen, sondern auch Familien mit Kinderwagen.“

Das Gebäude – dazu gehören der historische Rathaus-Altbau und das benachbarte Strütthaus, das komplett entkernt wurde – ist zu 100 Prozent barrierefrei und verfügt über einen Aufzug. Grundsätzlich überzeugt das neue, hochgedämmte Rathaus durch helle Farben und moderne Einrichtung. Dazu befand eine weitere Publikumsstimme: „Die Konzeption ist toll überlegt, da alte Strukturen erhalten wurden und die Gestaltung trotzdem funktional ist.“ Es scheint, als hätten sich die Investitionen in das Mammutprojekt gelohnt.

Constanze Wilz

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