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Es bleibt alles so, wie es ist: die Schaukästen an der Ecke Postgasse/Bahnhofstraße.  

Abstimmungsniederlage für CSU-Gemeinderätin 

Ausschuss lehnt  neue Vereinskästen auf Gemeindekosten ab

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Die Idee kam im Hauptausschuss nicht an: Die Murnauer CSU-Gemeinderätin Michaela Urban fand mit ihrem Antrag, an der Ecke Postgasse/Bahnhofstraße einheitliche Schaukästen zu installieren, keine Unterstützung – auch nicht in ihrer eigenen Fraktion.

Murnau – Den Platz kennt in Murnau jeder: Die Mauer an der Ecke Postgasse/Bahnhofstraße, wo rund 40 individuell gestaltete Schaukästen der örtlichen Vereine, Parteien und Organisationen hängen. Die CSU-Gemeinderätin Michaela Urban mit dem jetzigen Zustand alles andere als zufrieden. „Schön ist das nicht für das Ortsbild“, sagt sie. Die Kommunalpolitikerin reichte daher einen Antrag ein, in dem sie für eine Vereinheitlichung plädiert. „Um dem neugestalteten Horváth-Platz gerecht zu werden, ist ein Ersatz für das Sammelsurium an selbstgebastelten und in die Jahre gekommenen Schaukästen nötig“, ist darin zu lesen. Dies sei dem VdK vor einiger Zeit zugesagt worden. Die Kosten sollte ihrer Ansicht nach die Marktgemeinde übernehmen.

Die Neuanschaffung der Info-Kästen in einheitlicher Größe hätte nach einer ersten Schätzung mit rund 12 000 Euro zu Buche geschlagen. Hinzu wären Montagekosten in Höhe von rund 1000 Euro gekommen.

Der besagte Antrag wurde kürzlich im Hauptausschuss behandelt – und fiel krachend durch. Einstimmig lehnte das Gremium das Anliegen ab. Das Thema ist damit vom Tisch, eine weitere Behandlung im Gemeinderat nicht vorgesehen. Die Volksvertreter folgten der Empfehlung der Rathaus-Verwaltung, die Bedenken und Einwände erhob. Es handle sich um privates Eigentum, wurde argumentiert. Da könne man nicht so ohne Weiteres eingreifen. Zudem heißt es in der Stellungnahme: „Grundsätzlich fallen Organisation und Unterhalt von Vereins-Infokästen nicht in den Aufgabenbereich der Gemeinde.“ Es wurde davor gewarnt, einen Bezugsfall zu schaffen. Schließlich stünden im Ortsgebiet weitere solcher Kästen, etwa im Bereich der Schlossbergstraße, wo die Gebirgsschützen, die Feuerwehr sowie der Obst- und Gartenbauverein informieren.

Bemerkenswert: Selbst Urbans CSU-Kollegen – im Hauptausschuss sind dies Josef Bierling, Regina Samm und Michael Hosp – votierten mit Nein. „Ich finde es gar nicht so schlecht, wenn das individuell ist“, meinte etwa Bierling.

Und was sagt Urban zur Abstimmungsniederlage? Die Gemeinderätin nimmt’s sportlich: „Ich verstehe, wenn es rechtliche Bedenken gibt.“ Ihrer Meinung nach hätte man auch darüber reden können, die Schaukästen an einem anderen Standort aufzubauen, etwa am alten Postgebäude oder am Forsteranger-Parkplatz. Die fehlende Rückendeckung ihrer Parteifreunde scheint sie nicht zu stören: „Ich habe kein Problem damit.“ Der Antrag wäre auch durchgefallen, wenn die drei CSU-Vertreter dafür gestimmt hätten.

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