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Derzeit Baustelle: das Murnauer Rathaus.

Debatte im Bauausschuss

Murnau streitet weiter um Hengeler-Bild 

Wird „Die Tafelrunde“ wieder im großen Sitzungssaal des Rathauses aufgehängt? Oder schafft der Markt Murnau ein zeitgenössisches Kunstwerk an? Diese beiden Fragen sind bis dato nicht geklärt. Es stehen noch Beratungen an.

Murnau – Wird das große Hengeler-Bild „Die Tafelrunde“ wieder im großen Sitzungssaal des Rathauses aufgehängt? Oder schafft der Markt Murnau ein zeitgenössisches Kunstwerk an? Diese beiden Fragen sind bis dato nicht geklärt. Es stehen noch Beratungen an. Dies kristallisierte sich in der Bauausschuss-Sitzung des Gemeinderates heraus.

Nach einem Vorschlag der Murnauer Verwaltung sollte das Hengeler-Werk, auf dem der Architekt Emanuel von Seidl mit Freunden abgebildet ist und das 4,20 auf 2 Meter groß ist, in den Trausaal umziehen, der bisher auch als kleiner Sitzungssal gedient hatte. Welf Probst, Sprecher der Freien Wähler, plädierte im Vorfeld jedoch für einen Verbleib im großen Saal (wir berichteten).

Im Bauausschuss wiederholte er seine Position und betonte, dass das Bild „geschichtliche Bedeutung“ habe. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) sprach sich hingegen für ein neues Werk aus. Seine Argumentation: Das Hengeler-Bild passe „vom Format“ nicht. Außerdem dürfe in einem Haus, das im Jahr 2018 neu eröffnet wird, auch Kunst aus dem Jahr 2018 hängen. 

Zudem würde Beuting eine solche Lösung als „noble Geste“ an die Murnauer Künstler betrachten. Denn es steht die Idee im Raum, einen Wettbewerb zu organisieren, an dem nur Künstler aus der Region mit akademischer Ausbildung teilnehmen können. Marktbaumeister Klaus Tworek sagte: „Ich schmeiße mich nicht aus dem Fenster“, wenn „Die Tafelrunde“ wieder in den großen Sitzungssaal gehängt würde. Der Bauausschuss habe diese Frage zu entscheiden.

Ein Beschluss soll in der nächsten Sitzung gefällt werden. Eins ist aber klar: Bis zur Neueröffnung des Rathauses, das gerade renoviert wird, wird ein etwaiges neu geschaffenes Kunstwerk nicht fertig sein. Holger Poczka (ÖDP/Bürgerforum) fand, man müsse bezüglich der Ausstattung mit Kunstwerken im Rathaus „ein gutes Gleichgewicht finden zwischen Tradition und Moderne“. Das Depot des Schloßmuseums beherbergt eine Sammlung von 30 Ölbildern verschiedener Künstler. Diese eignen sich nach Angaben der Verwaltung dafür, sie in öffentlichen Bereichen des historischen Rathauses aufzuhängen, ohne dass besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Die Auswahl könnte Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig übernehmen, hieß es. Mit diesem Vorgehen war der Bauausschuss einverstanden. Das Schloßmuseum verfügt zudem über eine Sammlung von rund 80 Aquarelldrucken des Murnauer Malers Fritz Hierl. Dieser hat sich mitunter intensiv mit Motiven aus Murnau und Umgebung auseinandergesetzt. Im Strütthaus könnten damit Flure, Treppenhäuser und Wartezonen bestückt werden. Auch hierzu gab das Gremium sein Plazet.

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