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Beim Kulturknall 2019 können die Besucher das neu aufgebaute Gloriettl bewundern.

Möglicherweise liegt Brandstiftung vor

Unbekannte zündeln in Murnauer Seidlpark: Ehemaliges Badehaus des berühmten Architekten beschädigt

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Erst 2019 hatte man das Gloriettl wieder aufgebaut. Jetzt haben es Unbekannte beschädigt. Sie zündeten die Holzverkleidung im Eingangsbereich an. 

Murnau – Was für eine Freveltat: Unbekannte haben das wieder aufgebaute Gloriettl im Murnauer Seidlpark beschädigt. Die Täter zündeten vermutlich mit einem Feuerzeug im Eingangsbereich des ehemaligen Badehauses des berühmten Architekten Emanuel von Seidl die Holzverkleidung an. Betroffen sind nach Angaben der Murnauer Polizei mehrere Bretter, die jetzt schwarze, rußige Stellen aufweisen.

Ein Vertreter des Förderkreises Murnauer Parklandschaft hatte die Tat, die im Zeitraum zwischen Donnerstag und Freitag um 16 Uhr begangen wurde, am Samstag bei der Polizei angezeigt. Nach dessen Angaben handle es sich bei der gesamten Anlage um ein Parkdenkmal, so die Polizei weiter. Das Badehaus selbst solle ebenfalls in die Denkmalliste aufgenommen werden. Der Sachschaden lässt sich noch nicht beziffern. Betroffene Eigentümerin ist die Marktgemeinde Murnau. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung, möglicherweise liegt auch versuchte Brandstiftung vor. Die Beamten bitten um Zeugenhinweise unter Telefon 0 88 41/6 17 60.

Lesen sie auch:  Gloriettl-Aufbau: Die Zeit drängt

Seidls wiederaufgebautes Gloriettl war im Juli 2019 eröffnet worden. In einem großen Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Verein Menschen Helfen, dem Förderkreis Murnauer Parklandschaft und dem Freien Theater war das 1902 entstandene Badehaus anhand alter Schwarzweiß-Fotos binnen zwei Wochen originalgetreu rekonstruiert worden. Das in hölzerner Massivbauweise errichtete Gebäude hatte als Theater-Kulisse für Shakespeares „Sommernachtstraum“ beim Benefizfestival Kulturknall gedient und für Begeisterung gesorgt. Das Originalbauwerk war nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen worden.  

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