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Aufs Rad gestiegen: Bürgermeister Rolf Beuting (l.) und Klimaschutzmanager Patrick Fierhauser am Schererweg vor dem Rathaus.

16 Projekte in Planung

Murnau startet Fahrradoffensive

In Murnau soll der Radverkehr gestärkt werden. Ein entsprechendes Konzept sieht insgesamt 16 Projekte im Straßenraum vor. Das Ganze ist erst einmal auf zwei Jahre angelegt. Danach werde aber „sicher nicht Schluss sein“, macht Rathauschef Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) deutlich.

Murnau – Das Konvolut hat 53 Seiten und widmet sich voll und ganz dem Thema Radfahren in Murnau. In Auftrag gegeben hat das Konzept die Marktgemeinde. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) und Klimaschutzmanager Patrick Fierhauser stellten das Werk jetzt im Rathaus vor.

Zum Hintergrund: Für Murnau wird derzeit ein Mobilitätsplan namens „Murnau mobil 2025“ erstellt. Ein Kapitel befasst sich mit dem Thema Radverkehr. Das damit beauftragte Büro team red aus Berlin hatte seine Ideen dem Verkehrsausschuss bereits vor einem guten Jahr präsentiert. Der Entwurf ging damals noch an die Fraktionen, die Änderungsvorschläge machen konnten. Diese wurden mittlerweile eingearbeitet. Das Konzept liegt vor.

„Unser Ziel ist, mehr Murnauer aufs Rad zu bringen und dem Radverkehr generell mehr Raum zu verschaffen“, betont der Rathauschef. Man wolle auch durch bessere Sichtbarkeit die Sicherheit erhöhen. Das team red schlägt insgesamt 16 Maßnahmen vor. Da geht es um Markierungen, aber auch um bauliche Veränderungen. 

So soll zum Beispiel an der Ecke Garmischer Straße/Burggraben eine spezielle Furt angelegt und der Bereich am Burggraben zwischen B 2 und Parkweg einseitig mit einem Schutzstreifen versehen werden. Zudem ist geplant, dort das Piktogramm „Fahrrad“ beidseitig circa alle 25 Meter zu markieren. Am Burggraben zwischen Parkweg und Griesbräustraße will man auf beiden Seiten Schutzstreifen anbringen. Ein weiteres Projekt besteht darin, eine radkompatible Verbindung zwischen Längenfeldweg und Poschinger Allee herzustellen. Länge: rund 400 Meter. Kosten: etwa 40 000 Euro. Zudem sind Maßnahmen an der Kocheler Straße sowie an der Seehauser Straße zwischen dem Kreisverkehr am Bahnhof und der Mauritiusstraße anvisiert. Bezüglich einiger Fragen muss sich die Kommune allerdings noch mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim zusammensetzen. „Wir werden heuer versuchen, einen Großteil der Markierungen zu machen“, kündigt Fierhauser an. Für 2019 sind dann ihm zufolge die baulichen Schritte vorgesehen.

Um die Bürger für das Bike zu motivieren, nimmt die Marktgemeinde heuer wieder an der Aktion Stadtradeln teil. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Initiative, bei der die Kommune 2017 erstmals mitmachte. Das Projekt vereint die Themen Radverkehr und Klimaschutz in Wettbewerbsform. Denn die Teilnehmer zählen die Kilometer, die sie in einem gewissen Zeitraum zurücklegen. Voriges Jahr wirkten 170 Bürger mit. Das Radverkehrskonzept ist erst einmal auf zwei Jahre angelegt. Danach werde aber „sicher nicht Schluss sein“, unterstreicht Beuting.

Nicht nachvollziehen könen er und Fierhauser die Kritik des Murnauer Grünen-Ortsverbands. Dieser forderte mehr Transparenz bei der künftigen Planung von Fahrradwegen. Der Marktgemeinderat habe das Konzept seit Februar 2017 vorliegen – und damit auch die Grünen-Vertreterin Veronika Jones, erklärt Fierhauser. Und Beuting bekräftigt, dass jeder Vorschläge machen könne. Die Grünen bauen am Gründonnerstag ab 11 Uhr einen Info-Stand am Obermarkt zum Thema auf.

In Sachen Rad tut sich auch sonst momentan einiges. Die Zugspitz Region GmbH hat vor, landkreisweit eine einheitliche Beschilderung zu realisieren. Zudem entsteht in nächster Zeit ein Radschnellweg zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau. Dabei wird unter anderem der vorhandene Weg zwischen Hechendorf und Weichs ertüchtigt.

Roland Lory

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