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Großer Andrang: Rund 6000 Besucher tummelten sich vergangenes Jahr an den beiden Markttagen auf dem neuen Platz vor dem Kultur- und Tagungszentrum.

Murnauer Vereinsgemeinschaft hält an Standort fest

Christkindlmarkt: Umzug hat sich bewährt

Vergangenes Jahr wurde Murnaus Christkindlmarkt von der Fußgängerzone auf den KTM-Vorplatz umgesiedelt. Der neue Standort hat sich nach Ansicht der Vereinsgemeinschaft bewährt. Die Vorbereitungen für den kommenden Budenzauber laufen bereits auf Hochtouren. Doch es gibt auch Kritik.

Murnau – „Wir haben im vergangenen Jahr den alten Standort unseres Weihnachtsmarktes in der Fußgängerzone in Murnau mit Wehmut verlassen, doch im Nachhinein war es eine gute und richtige Entscheidung“, erklärt Josef Bierling. Der Sprecher des Organisationsteams der Vereinsgemeinschaft, die den Markt seit acht Jahren auf die Beine stellt, ist gut beschäftigt. Die beliebte vorweihnachtliche Veranstaltung findet am dritten Adventswochenende statt.

Und da diese im vergangenen Jahr auf dem Platz vor dem Kultur- und Tageszentrum (KTM) reibungslos über die Bühne ging und gut angenommen wurde, erwartet man auch heuer wieder viele tausende Besucher. „Die genaue Zahl lässt sich immer sehr schlecht schätzen, aber gefühlt waren es im vergangenen Jahr genauso viele Gäste wie in den Jahren zuvor. Und während es in der Marktgasse oft kein Durchkommen mehr gegeben hat und definitiv kein Platz war für weitere Besucher, haben wir hier am neuen Standort durchaus noch Kapazitäten“, berichtet Bierling, der für die CSU im Gemeinderat sitzt.

Und er macht auch noch weitere Vorteile aus: So sei die Logistik weitaus leichter zu bewältigen, da die Aufstell- und Anfahrflächen breiter seien. Zudem habe es früher oft Ärger mit den Geschäftsleuten gegeben. Auch diese Problematik falle nun weg. So verzichtet man zwar auf das einmalig schöne Ambiente in der Marktgasse mit dem wunderbaren Ausblick auf die Berge. Dafür gibt es mehr Platz. Und auch mit den verschärften Sicherheitsvorkehrungen tut man sich leichter, denn auf dem KTM-Gelände „lassen sich Rettungsgassen besser freihalten, Poller- und Blumenkübel unkomplizierter aufstellen oder wieder entfernen“, erklärt Bierling.

Das Feedback der Vereine und Lieferanten sei durchweg positiv gewesen. „Keiner hat sich bei uns beklagt, ganz im Gegenteil“, sagt der Mitorganisator. „Es gab keine nennenswerten Umsatzeinbußen – und auch die Zahl der Besucher hat sich gefühlt nicht reduziert.“

So werden auch heuer wieder 50 Stände mit allerlei Leckereien, Selbstgebasteltem oder Weihnachtskerzen aufwarten. Insgesamt haben sich 33 Gewerbetreibende und 25 Vereine angekündigt. „Daran hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren, als der Markt noch in der Fußgängerzone stattgefunden hat, nichts geändert. Viele Familien mit Kindern freuen sich, dass wir nun hier droben sind, denn endlich gibt es wieder ein Durchkommen auch mit dem Kinderwagen – und vor der Bühne ist genug Platz für jedermann, weil sich die vielen Leute auf dem großen Areal einfach besser verteilen.“

Ganz anders sieht das der Murnauer Fotograf Christian Kolb. „Der Christkindlmarkt gehört ins Zentrum. Es ist so, als würde man den Münchner Christkindlmarkt vom Marienplatz nach Neuperlach verlegen“, schimpft der Künstler, der in seiner Galerie eigene Bilder anbietet. „Es ist unfassbar: Im vergangenen Jahr haben sich viele der Besucher enttäuscht gezeigt, zurecht, denn vorher war der Markt ein Aushängeschild für Murnau und einfach sensationell, da oben ist er völlig deplatziert, ohne Flair in unmittelbarer Nähe von diversen Mülltonnen.“ Kolb macht nicht die Veranstalter dafür verantwortlich, sondern vor allem die Murnauer Geschäftsleute, insbesondere die am Obermarkt, die sich solange beschwert hätten, bis es zu dieser in seinen Augen Fehlentscheidung gekommen sei.

Der Murnauer Christkindlmarkt ist am Samstag, 15. Dezember, von 11 bis 20 Uhr, und am Sonntag, 16. Dezember, von 11 bis 18 Uhr, geöffnet.

Barbara Falkenberg

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