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Auf dem alten Volksfestplatz sähe die Murnauer Feuerwehr gerne ihr neues Gerätehaus.

Boden an altem Volksfestplatz untersucht

Murnauer Feuerwehr-Standort: Jetzt liegt das Altlasten-Gutachten vor

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Murnaus Feuerwehr steuert ein neues Gerätehaus auf dem alten Volksfestplatz an. Das Bodengutachten zu möglichen Altlasten an diesem Standort liegt der Gemeinde nun „in Rohfassung“ vor. Gibt es unliebsame Überraschungen? Das bleibt offen.

Murnau – Das Gebäude am Viehmarktplatz ist in die Jahre gekommen, es fehlt an Platz. Die Freiwillige Feuerwehr Murnau benötigt ein neues Gerätehaus – das ist seit Jahren bekannt und Thema der Ortspolitik. Ein Arbeitskreis hat sich der Standortfrage gewidmet und einstimmig für einen Umzug auf den alten Volksfestplatz plädiert. Der Gemeinderat stellte das Projekt im Sommer 2018 zurück – ein Gutachten sollte erst Aufschluss darüber geben, welche Altlasten sich im Boden des Areals nahe des Rewe-Marktes befinden.

Die Expertise liegt nach Angaben von Nina Herweck-Bockhorni, zuständig für Pressearbeit im Rathaus, nun „in Rohfassung“ vor. Doch so richtig rückt man mit dem Inhalt noch nicht heraus: „In dem Gutachten wird ausschließlich dargestellt, welche Belastungen vorliegen“, erklärt Herweck-Bockhorni. „Die Verwaltung prüft nun, welche Konsequenzen die Ergebnisse haben und wird dies im Gemeinderat vorstellen.“

Feuerwehr-Kommandant Florian Krammer harrt gespannt der Dinge: „Wir warten sehnsüchtig auf eine Antwort“, sagt er. „Wir wollen weiterkommen.“ Man könne sich nicht noch jahrelang gedulden. Die Kameraden drängten und fragten immer wieder nach. Nach Krammers Wissen schlummern nur auf einem Teil des alten Volksfestplatzes Relikte einer alten Mülldeponie. „Ich weiß nicht, wie belastet der Bereich ist, ob der Müll raus muss und was der Gemeinderat dazu sagen wird“, erklärt Krammer.

Die Rathaus-Verwaltung sieht nach Angaben von Herweck-Bockhorni „selbstverständlich den dringenden Bedarf und arbeitet an einer raschen Umsetzung eines neuen Feuerwehrgerätehauses“. Das unterstreicht Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum): „Die äußerst wichtige Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr kann nicht oft genug hervorgehoben werden. Die Verwaltung arbeitet mit Nachdruck an der raschen Klärung, welche Möglichkeiten nun bestehen.“ Den Bedarf eines neuen Gerätehauses nennt Beuting „dringend“.

Standortfrage: Murnauer BRK untersucht Alternativen

Nicht nur die Feuerwehr-Vertreter warten in diesem Fall auf Antworten. Auch Verantwortliche des Bayerischen Roten Kreuzes verfolgen die Entscheidungsfindung. Sie sehen an ihrem Murnauer Standort, dem rund 50 Jahre alten Clostermann-Haus an der Seidlstraße, identische Probleme wie die Wehr am Viehmarktplatz: Das Gebäude ist alt, man benötigt mehr Platz. Eine mögliche gemeinsame Lösung gibt es: ein neues Blaulichtzentrum von BRK und Feuerwehr auf dem alten Volksfestplatz. Der Vorschlag ist in der Vergangenheit beim BRK auf mehr Sympathien gestoßen als bei der Wehr, die befürchtet, in diesem Fall weniger Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft zu besitzen. Der BRK-Kreisverband, sagt Pressesprecher Jörg Jovy, habe noch keine Entscheidung getroffen, wie man weiter verfahren werde. „Wir gehen gerne in ein Blaulicht-Zentrum, suchen aber nach Alternativen.“ Im Klartext: Die BRK-Vertreter sehen sich nach Grundstücken in Murnau um, die sich für einen Neubau eignen. Jovy verweist auf Gespräche „in einem frühen Stadium“. Es gebe Ideen und Vorstellungen. Wird man fündig, will man noch einmal Kontakt zu Feuerwehr und Gemeinde aufnehmen. Auch eine Sanierung des alten Standorts an der Seidlstraße wäre denkbar, erscheint aber weniger attraktiv: „Dies würde am meisten Probleme bedeuten, auch für die Mitarbeiter“, sagt Jovy. „Es ist besser und einfacher, neu zu bauen, als im laufenden Betrieb zu modernisieren.“

Lesen Sie dazu auch: Feuerwehr-Umzug zeichnet sich ab

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