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Gemeinderat Alexander Weinhart (r.), hier mit seinem Fraktionskollegen Phillip Zoepf, gibt sein Amt ab. 

Gemeinderat legt Amt nieder

Weinharts bewegender Abschied von politischer Bühne

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Es fehlten nur noch die Tränen: Richtig emotional war Alexander Weinharts Abschied als Murnauer Gemeinderat. Die Amtsniederlegung wurde jetzt offiziell behandelt.

Murnau – „Es war eine sehr positive Erfahrung“, sagte der 45-jährige Alexander Weinhart in der jüngsten Sitzung des Gremiums über seine Zeit als Gemeinderat. Der Fraktionschef und Mitbegründer der jungen Bürgerliste „Mehr bewegen“, die im Wahljahr 2014 den Sprung in das Kommunalparlament schaffte, hört aus beruflichen und familiären Gründen auf. Dies machte Weinhart in einer kurzen Ansprache erneut deutlich. In seinem Job – der Murnauer arbeitet als Post-Angestellter in leitender Position – würden die Anforderungen von Jahr zu Jahr erhöht, erklärte er. Außerdem benötige er mehr Zeit für die Familie. Weinhart wird im Sommer erstmals Papa.

Der Lokalpolitiker blickt auf drei arbeitsreiche, aber auch spannende Jahre im Gemeinderat zurück: „Ich habe das mit großer Leidenschaft gemacht.“ Besonders stolz sei er auf eine ganze Reihe an wichtigen Entscheidungen, die bislang in dieser Legislaturperiode gefällt worden seien. Er nannte unter anderem den kommunalen Wohnungsbau und die Umwandlung des alten Gemeinde-Krankenhauses in ein Innovationsquartier, in dem künftig Kleinunternehmer der Kreativbranche ein Zuhause finden. Weinhart, der auch TSV-Vorsitzender ist und in der Ortspolitik für seine sachliche Art geschätzt wird, will bei „Mehr bewegen“ noch im Hintergrund mitarbeiten.

Der Rückzug kommt überraschend – offenbar auch für seine Mitstreiter. „Das hat mich wie ein Blitz getroffen“, sagte Fraktionskollege Phillip Zoepf. Er erinnerte daran, dass Weinhart 2014 als Politneuling gleich als Bürgermeisterkandidat antrat. „Für diesen Mut habe ich Dich immer bewundert.“ Die Nachfolge ist geregelt: Zoepf rückt an die Spitze der dreiköpfigen Fraktion, das Mandat übernimmt Franz Fischer.

Von Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) bekam Weinhart Blumen und – in Anspielung auf schlaflose Nächte mit einem Neugeborenen – Kaffee. Der Rathaus-Chef würdigte das politische Engagement: „Sie haben viel erreicht und viele Themen angestoßen.“

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