Ribéry-Hammer! Drastische Maßnahme gegen Bayern-Star nach Watschn

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Beklagen die gefährliche Verkehrssituation: die Anwohner des Murnauer Jochbergwegs. 

Anwohner fordern Tempo-Beschränkung

Gefahrenzone Jochbergweg

Viel Verkehr und Raser: Für die Anwohner der kleinen Siedlung am Murnauer Jochbergweg ist es ein Sicherheitsrisiko, die dicht befahrene Kocheler Straße am UKM-Berg zu überqueren. Sie fordern Abhilfe – am liebsten in Form einer Tempo-Beschränkung.

Murnau– Verlässt man Murnau durch die Ortsausfahrt Richtung Kochel, passiert man nach etwa 200 Metern den Jochbergweg, der links in eine kleine Siedlung führt. Wer von dort aus zu Fuß oder mit dem Rad nach Murnau will, der muss die Hauptstraße überqueren, um auf den gegenüberliegenden Weg zu gelangen. Aufgrund des kurvigen Straßenverlaufs der Kocheler Straße ist die Sicht hier zu beiden Seiten auf etwa 150 Meter begrenzt. Für die Anwohner eine Gefahrenzone, die allen schwer zu schaffen macht.

„Manche Autos kommen mit 100 km/h daher. Oft muss ich ab der Mitte anfangen zu rennen, um lebend rüber zu kommen“, klagt Birgit Girg. „Für Kinder ist es schier unmöglich, hier Distanz und Geschwindigkeit richtig einzuschätzen.“ So sehen das auch die anderen Bewohner des Jochbergwegs. Sie lassen ihre zwölf Sprösslinge niemals unbegleitet über die Straße gehen, bringen sie morgens hinüber und holen sie nach der Schule auf der anderen Seite wieder ab. „In der Früh stehen wir teilweise 15 Minuten, bis sich eine Lücke ergibt“, berichtet eine Mutter.

Wer es auf die andere Seite schafft, der ist noch lange nicht in Sicherheit. Zu gerne nämlich weichen die Autofahrer, die von UKM-Berg herunterkommen, auf den Fuß- und Fahrradweg aus, wenn ein Linksabbieger im Wege steht. Genau dieser Bereich ist nicht durch eine Leitplanke geschützt. Etwa 100 Meter läuft der Weg ungesichert neben der Straße her. „Es ist schon vorgekommen, dass ein Pkw zu schnell um die Kurve fuhr und von der Straße abkam. Gottseidank befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand auf dem Weg“, berichtet Girg. Von Beinahe-Katastrophen und diversen Auffahrunfällen beim Linksabbiegen können die Anwohner hunderte Geschichten erzählen.

„Am liebsten wäre uns eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 Km/h“, meint der ehemalige CSU-Gemeinderat Dr. Hans-Albrecht Görnitz. Gemeinsam mit Heinrich Girg stieß er 2013 eine Gefahrenbeurteilung mit der Polizei und dem staatlichen Bauamt Weilheim an. „Danach ist dieser Streckenbereich nicht als Gefahren- oder Unfallschwerpunkt auffällig“, erklärt die Pressestelle des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen. Aufgrund des Kurvenverlaufs sei nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometern möglich – und diese würde auch überwiegend eingehalten. Somit sei eine Beschränkung nicht nötig. „Wenigstens beschloss man damals, Leitplanken entlang des Fußgängerweges zu installieren und den Bewuchs für eine bessere Sicht zurück zu schneiden“, erinnert sich Girg. Um den Bewuchs hatte man sich gleich gekümmert. Der Auftrag für die Schutzplanken wurde erst unlängst an eine Fachfirma erteilt.

Man habe erst einmal die weitere Entwicklung der Situation beobachten wollen. „Wir gehen davon aus, dass die Leitplanken Ende Herbst angebracht werden“, bestätigt Nadine Heiß, die Abteilungsleiterin des zuständigen Staatlichen Bauamts in Weilheim. Somit wäre der Weg schon einmal geschützt. Beim Überqueren der Straße bleibt es aber nach wie vor kritisch. Der elfjährige Lamu Mugnaini und sein zehnjähriger Bruder Taiowa haben nun einen Brief mit der Bitte um Unterstützung an Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) verfasst. „Wir wollen endlich sicher über die Straße kommen“, fordert Lamu. „Es muss doch nicht immer erst was passieren, bevor reagiert wird.“

Beate Berger

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