Noch immer einige Störungen: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

Noch immer einige Störungen: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke
+
Johannes Templer ist Leiter des Murnauer Jugendzentrums. 

Umfrage unter Jugendlichen

Murnauer Erlhaus: Angekratztes Image

  • schließen

Das Murnauer Jugendzentrum Erlhaus scheint bei vielen Heranwachsenden nicht sonderlich hoch im Kurs zu stehen. Dieser Eindruck wird durch eine Umfrage erweckt, die im Gemeinderat Thema war. Juze-Leiter Johannes Templer relativiert die Zahlen.

Murnau – Die Murnauer Kinder- und Jugendvertretung (KJV) hatte sich vergangenes Jahr richtig viel Mühe gegeben und an den weiterführenden Schulen des Marktes eine großangelegte Umfrage unter ihren Altersgenossen gestartet. Die Ergebnisse stellte  der Sprecher des Gremiums, der 15-jährige Gymnasiast Niklas Einsle, im Gemeinderat vor. Wie berichtet, kam bei der Untersuchung unter anderem heraus, dass ein Schwimmbad ganz oben auf der Wunschliste der Jugend steht.

Ein weiterer Punkt dürfte ebenfalls das Interesse der Kommunalpolitiker geweckt haben: Dabei geht es um die Beliebtheit des Jugendzentrums Erlhaus im Kemmelpark. Die besagte Umfrage, an der sich über 1000 Kinder und Jugendliche beteiligten, könnte dahingehend interpretiert werden, dass die Gemeinde-Einrichtung nicht sonderlich angesagt ist. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, diese in ihrer Freizeit zu besuchen – auf den ersten Blick nicht viel. Die überwiegende Mehrheit der Mädchen und Buben hält sich dort nicht auf, weil sie beispielsweise zu weit weg wohnen, sich ihr Freundeskreis woanders trifft oder sie das Haus gar nicht kennen. Bemerkenswert: Ein Teil dieser Jugendlichen, nämlich 19 Prozent, möchte gar nicht dorthin, „da sie der Meinung sind, dass dort ein verstärkter Alkohol-, Drogen- und Zigarettenkonsum stattfindet“, heißt es in einer Zusammenfassung.

Niklas Einsle kennt dieses Image-Problem. Seiner Ansicht nach ist es vollkommen unbegründet. „Im Juze geht es total freundlich zu“, erklärt er. Die Freizeitangebote seien eine „total gute Sache“. Und Alkohol, Tabak und Drogen würden dort nicht konsumiert. Und woher kommt dann der angekratzte Ruf? Der KJV-Vorsitzende macht dafür eine Jugendgruppe verantwortlich, die in der Umgebung über die Stränge schlage. Manch ein Heranwachsender meide mittlerweile abends bestimmte Plätze – aus Angst, angepöbelt zu werden. Das Problem mit wilden Partys und Krawallmachern, etwa im Kemmelpark oder im Kurpark, ist bestens bekannt.

Juze-Leiter Johannes Templer hat sich die Auswertung der Umfrage genau angesehen und hält die Daten für „wertvoll“. Nur müsse man sie richtig einordnen. So sind die zehn Prozent der Befragten, die in das Erlhaus kämen, seiner Ansicht nach eine sehr gute Quote. „Wir haben eine hohe Besucherfrequenz“, erklärt der Sozialpädagoge auf Tagblatt-Nachfrage. Im Schnitt seien es am Tag zwischen 30 und 70. Die Anzahl der Stammgäste beziffert er auf 220 bis 250. Und man werbe für das Erlhaus, zum Beispiel mit größeren Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten in den Ferien. Das offene Konzept habe sich bewährt: Die jungen Besucher – die meisten sind 10 bis 16 Jahre alt – würden in die Organisation miteingebunden und könnten eigene Ideen und Projekte umsetzen. Alkohol, Tabak und Drogen seien natürlich verboten. Die Hausordnung werde konsequent durchgesetzt – notfalls mit Hausverboten. „Hinter unserem Zaun haben wir alles im Griff“, sagt Templer. Auch er hat den Eindruck, dass das auffällige Verhalten Einzelner außerhalb der Einrichtung damit in Verbindung gebracht werde – und zu den genannten Vorurteilen führe. In den vergangenen Monaten habe es aber diesbezüglich keine Probleme gegeben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Illegales Autorennen: Polizei sucht weiterhin nach Zeugen
Erste Erkenntnisse zu dem illegalen Autorennen, das am 7. August auf der Bahnhofstraße in Garmisch-Partenkirchen gegen 20.30 Uhr mit einem schweren Unfall endete, hat …
Illegales Autorennen: Polizei sucht weiterhin nach Zeugen
Kolission in der Schwabekurve: Mann wendet und übersieht Motorrad
Mit schweren Verletzungen ist ein Motorradfahrer ins Klinikum gebracht worden: Er war in in den Kotflügel eines Autos gekracht. 
Kolission in der Schwabekurve: Mann wendet und übersieht Motorrad
Unbekannter bricht in Olympiahaus ein und klaut 4000 Euro Bargeld
Ein Unbekannter ist ins Olympiahaus am Skistadion eingestiegen. Er hat nicht nur Bargeld mitgehen lassen. 
Unbekannter bricht in Olympiahaus ein und klaut 4000 Euro Bargeld
Sturm wütet im Landkreis: Ein Mann wird verletzt
Zum Teil heftig hat es in der Nacht auf Montag gestürmt. Nicht ohne Folgen. Vor allem im nördlichen Landkreis hinterließ Sturmtief Fabienne Spuren.
Sturm wütet im Landkreis: Ein Mann wird verletzt

Kommentare