Bayern-Schock: Müller verpasst wohl Leipzig-Doppelpack

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Wird durch einen Container ersetzt: der in die Jahre gekommene Kiosk „Platzl am See“. 

Zukunft des Kiosks „Platzl am See“

Gemeinderat setzt auf Container-Lösung

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Was soll aus dem Kiosk „Platzl am See“ in der Murnauer Bucht werden? Diese Frage erhitzte heuer die (politischen) Gemüter. Jetzt hat der Gemeinderat eine Entscheidung gefällt – und sich für eine Container-Lösung ausgesprochen.

Murnau – Die Zukunft des Kiosks „Platzl am See“, der der Marktgemeinde Murnau gehört und in die Jahre gekommen ist, entwickelte sich in diesem Jahr zu einem touristischen Dauerthema, das die Ortspolitik kontrovers und mitunter emotional diskutierte. Immerhin geht es um einen Standort in bester Lage, der für einen Urlaubsort von großer Bedeutung ist. Die Kommune steht unter Zugzwang. Denn das Landratsamt stellte in der verpachteten Anlage Mängel fest. Es wurde vor allem moniert, dass die hygienischen und baulichen Voraussetzungen für das teilweise gaststättenähnliche Geschäft mit Biergarten nicht gegeben seien.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, in der Marktbaumeister Klaus Tworek verschiedene Varianten vorstellte, wurden nun die Weichen gestellt: Das Gremium orientierte sich mehrheitlich an einer Empfehlung des Bauausschusses und sprach sich für eine einfache Interimslösung in Form eines optisch verschönerten Containers aus. Dieser kann, sollte er eines Tages nicht mehr gebraucht werden, wieder verkauft oder anderweitig genutzt werden. Die Zurückhaltung hat einen simplen Grund: Die Volksvertreter lehnen einen teuren Neubau ab, um nicht die Planungsfreiheit für die Murnauer Bucht einzuschränken. Das Freizeitgelände soll bekanntlich irgendwann komplett neugestaltet werden. An Ideen mangelt es nicht. Die Vorschläge reichen von einem Restaurant-Neubau bis hin zu einer Seesauna.

Die Kosten des gesamten Kiosk-Projekts belaufen sich auf rund 95 000 Euro. An den Abbruchkosten, die in dieser Summe enthalten sind, muss sich der Pächter beteiligen. Wenn alles glatt läuft, könnte der unter anderem mit einer kleinen Küche und einem Verkaufsbereich ausgestattete Container – es sollen auch einfache warme Speisen wie etwa Pommes oder Leberkäse angeboten werden – nächstes Jahr zum Saisonstart betriebsbereit sein. „Das kann sehr attraktiv aussehen“, erklärte Tworek in der besagten Sitzung. Denn die Stahlkonstruktion soll mit einer Holzfassade und einem Dach aufgehübscht werden. Wenn es der Pächter wünscht, dann kann er außerdem im Außenbereich bis zu 40 Sitzplätze errichten.

Dieses für den Sommerbetrieb ausgelegte Konzept überzeugte die Mehrheit der Gemeinderäte: „Wir fangen bei null an“, sagte etwa Johann Scherrer (CSU) – und sprach von einer „Übergangslösung“. Doch es wurde auch Kritik laut: „Wir sollten lieber selber bauen“, meinte Sepp Gramer (CSU). Ein Container passt seiner Ansicht nach nicht an den „schönsten Platz von Murnau“.

Mit einer Reihe von Alternativen konnten sich die Räte nicht anfreunden, etwa mit einem Food Truck. Auch wurde klar, dass eine Sanierung des bestehenden Gebäudes nicht mehr möglich ist. Der alte Holzbau sei „an seinem Lebensende angekommen“, erklärte Tworek.

Laut Verwaltung muss aufgrund der baulichen Veränderung der Pachtvertrag neu verhandelt werden. Pächter für den Kiosk und des Strandlokal Lido ist Kurt Höller. Er habe weiterhin Interesse an dem Kioskbetrieb, für den sein Bruder Christian zuständig ist, betont der Geschäftsmann. Mit dem Beschluss des Gemeinderats, einen Container aufzustellen, ist er zufrieden. „Das kann was Charmantes werden.“

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