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Entspannte Atmosphäre im Kulturpark: Jugendliche machen es sich im Park gemütlich. 

Erstes MurNow-Festival ein voller Erfolg

Ein Fest der Generationen

14 Bands und Künstler auf zwei Bühnen sowie zahlreiche Aktionen: Das erste Murnauer Musikfestival war ein voller Erfolg. Mehrere hundert Besucher bevölkerten den Kulturpark.  

Murnau – Dem Murnauer Kulturpark Leben einhauchen – das war das Ziel der Veranstalter des MurNow-Festivals. Am vergangenen Samstag verwandelten sich die sonst eher schwach frequentierten Grünflächen für einen Nachmittag zu einem Tummelplatz der Kulturen. Unentgeltlich traten 14 regionale Künstler und Bands auf und boten bei der Premiere ein breitgefächertes Spektrum. Offizieller Veranstalter war die Gemeinde.

    „Wir wollten allen einen Raum geben und niemanden ausschließen“, erklärte Hauptorganisatorin Veronika Jones, die für die Grünen im Gemeinderat sitzt. Dieses Konzept bewährte sich, denn es zog alle Generationen an. Mehrere hundert Besucher strömten durch den Park, besuchten die Stände und hörten Live-Musik, die für jeden Geschmack etwas bot. Die Palette reichte von Volksmusik und Jazz bis Rock und Hip-Hop. Jones war zufrieden: „Dank der Hilfe vieler kreativer Köpfe war das Event ein voller Erfolg“, lautete ihr Resümee. So soll MurNow im nächsten Sommer auf jeden Fall wieder stattfinden.

    Das Wetter war perfekt: Es herrschte strahlender Sonnenschein. Beste Voraussetzung für Festival-Atmosphäre. „Wir wollten den Kulturpark entspannt bevölkern. Und wenn ich mich so umsehe, ist uns das auf jeden Fall gelungen“, stellte Mitorganisatorin Anna Schlegel, Gemeinderätin des ÖDP/Bürgerforums, zufrieden fest. Besucher jeden Alters hatten es sich auf Picknickdecken bequem gemacht oder schlenderten über das Areal am Kultur- und Tagungszentrum. Gemeinsam genoss man das Ambiente und sog die vielen kreativen Eindrücke in sich auf. Susanne Assum zeigte sich begeistert. „Hinter der Jugend steckt so viel Kraft. Ich finde es schön, dass das hier genützt und gefördert wird.“ Sie kam, wie viele andere auch, mit der ganzen Familie, denn schon die Kleinsten amüsierten sich prächtig, tollten durch den Park, pritschelten am Wasserspielplatz und tanzten mit den Großen vor der Bühne.

    Im Mittelpunkt stand die Musik. Zeitversetzt zu den Darbietungen auf der großen Bühne, der sogenannten „Muschel“, agierten auf einer kleinen die Solokünstler. Beispielsweise sang sich Benny Steinbach mit seinen lyrischen Texten durch die Achterbahn des Lebens. Matt Magoo entlockte seinem Mischpult psychedelische Klänge und rappte sogar eine selbst komponierte Murnau-Hymne. Auch die Literatur kam nicht zu kurz. Schauspieler Christian Jungwirth brachte sein Publikum bei seiner Lesung „Ois Sokrates oda wia?“ mit seiner bissigen Art zum Lachen.

    Am Abend fanden die Konzerte nur noch in der Muschel statt. Mit elektropsychedelischem Garagenjazz und Elementen des Reggae und Hip-Hop begeisterte etwa die Murnauer Band Groovergnügen. Die überregional bekannte Formation Ro Clausmann eroberte die Bühne mit heißen Blues-, Rock- und Jazznummern – und heizte die Stimmung an für die nachfolgenden Lokalmatadoren.

    Mit mitreißenden Sprechgesängen und abwechslungsreicher Rockmusik weckten Die Zeitzeugen die Sehnsucht nach Freiheit und einem friedlichen Miteinander. Die Band GeisTigerUnrat brachte die Zuhörer mit einem wilden Mix aus Rock, Blues, Reggae und Rap und einer mitreißenden Bühnenpräsenz zum Tanzen. Zuletzt ließen sie zur Präsentation einer bunt designten Unterhosenkollektion sogar die Hosen runter. Das große Finale gehörte Fretless. Mit einer Mischung aus Coversongs und eigenen Kompositionen brachten sie eine ordentliche Portion Lebensfreude mit.

Beate Berger

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