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Rockiger Sound: Die Band Timerunner heizt im Griesbräu ein.
Kunstnacht Murnau 2018 Besucherin Elsa Pfeiffer beim Col-Art Gemälde
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Kunstnacht Murnau 2018 Besucherin Elsa Pfeiffer beim Col-Art Gemälde
Kunstnacht Murnau 2018
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Kunstnacht Murnau 2018
Kunstnacht Murnau 2018 Murnauer Band "Phoenix Huber" im Kuhaus
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Kunstnacht Murnau 2018 Murnauer Band "Phoenix Huber" im Kuhaus
Kunstnacht Murnau 2018 Murnauer Band "Phoenix Huber" im Kuhaus mit Publikum
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Kunstnacht Murnau 2018 Murnauer Band "Phoenix Huber" im Kuhaus mit Publikum
Kunstnacht Murnau 2018 Mantra-Konzert mit Cataleya Fay
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Kunstnacht Murnau 2018 Mantra-Konzert mit Cataleya Fay
Kunstnacht Murnau 2018 Besucher Open-Air
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Kunstnacht Murnau 2018 Besucher Open-Air
Kunstnacht Murnau 2018 Besucher
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Kunstnacht Murnau 2018 Besucher

Großveranstaltung sorgt für gemischte Gefühle

Kunstnacht: Hickhack um Eintrittsbuttons

Der bunt erleuchtete Markt hat am Dienstag mehrere tausend Besucher in das Murnauer Ortszentrum gelockt. Dort fand die 13. Auflage der Kunstnacht statt. Die Reaktionen darauf waren jedoch sehr gemischt. Ob sich das Spektakel in dieser Form halten kann, ist fraglich.

Murnau – Die Murnauer Kunstnacht sorgte heuer für gemischte Gefühle – sowohl auf Seiten des Publikums als auch aus Sicht des Veranstalters Rupert Reggel. Dieser bemängelt grundsätzlich ein „fehlendes Miteinander“. Das äußere sich in der fehlenden Bereitschaft, einen freiwilligen Betrag für einen Eintrittsbutton zu entrichten. Dieser war für sechs Euro erhältlich. Doch unter den zahlreichen Gästen, die nur an dem Außenprogramm interessiert waren, trug nur ein Bruchteil besagten Anstecker. Dabei gab es extra Personal, das versuchte, die Buttons an den Mann zu bringen.

Das ärgerte so manchen Besucher: „Ich wurde deswegen sehr penetrant angegangen. Es ist angeblich freiwillig, also muss es auch okay sein, wenn jemand nicht zahlt“, meinte beispielsweise Corinna Klotz. Auch Manfred Steger missfiel das Konzept: „Früher konnte man ganz normal Karten kaufen. Jetzt ist das nur noch verwirrend.“ Es scheint, als würde das Publikum eine klare Linie vermissen. Diesbezüglich wird sich Reggel etwas einfallen lassen müssen. „Mir ist klar, dass wir daran arbeiten müssen. Der Fortbestand der Veranstaltung hängt von vielen Faktoren ab“, sagt Reggel.

Prinzipiell ist das Interesse der Bevölkerung vorhanden. Immerhin war das bunt ausgeleuchtete Ortszentrum an jenem Abend voller Leben: Die Gäste flanierten durch die Fußgängerzone, bestaunten die in Schaufenstern ausgestellten Kunstwerke, genossen kulinarische Köstlichkeiten, ließen sich zu einem spontanen Einkaufsbummel verleiten oder feierten ausgelassen vor der großen Open-Air Bühne am Kultur- und Tagungszentrum. Dort trat als Hauptact die bayerische Band D’Hundskrippln auf, die den Kult-Hit „Gloana Bauer“ vorlegte.

Punkrock gab es von Streumix aus Weilheim zu hören – und die niederbayerische Liedermacherin Helga Brenninger überzeugte mit selbstverfassten, lebensnahen Texten. Zu den regionalen Musikern zählten die beiden Murnauer Gruppen Die Zeitzeugen und Phoenix Huber – beide Konzerte waren gut besucht. Insgesamt saßen neun Formationen mit im Boot, die sich auf fünf Lokale und eine Freileichtbühne verteilten.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Bruno Kliegl, der seine Glasharmonika in der Evangelischen Kirche präsentierte. Parallel dazu las Christian Jungwirth Texte zur Entstehung und Verwendung des ungewöhnlichen Instruments. Dieses wurde einst vom Erfinder des Blitzableiters, Benjamin Franklin, entwickelt und inspirierte sogar Musiker wie Wolfgang Amadeus Mozart.

Freunde der Malerei zog es zur Col-Art-Ausstellung im Griesbräu, wo es viele großformatige und farbenfrohe Werke zu bestaunen gab, die unterschiedliche Stile in sich vereinten. So war für jeden Geschmack etwas geboten.

Constanze Wilz

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