Beamte haben jede Menge Arbeit mit Betrunkenen

Notdurft in Polizeiauto verrichtet

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Betrunkene haben der Murnauer Polizei am Wochenende jede Menge Arbeit beschert. Immer wieder mussten die Beamten zu Einsätzen ausrücken, bei denen Alkohol im Spiel war.

Murnau – In einigen Fällen sind weitere Ermittlungen nötig – wie etwa bei der mutmaßlichen Körperverletzung, die sich in der Nacht zum Samstag an der Murnauer Reschkreuzung abgespielt haben soll. Ein 15-jähriges Mädchen aus dem Ort, bei der der Alco-Test nach Polizeiangaben 1,42 Promille ergab, schlug demnach gegen 2.50 Uhr einem 17-jährigen Bichler, „ebenfalls erheblich betrunken“, eine blutige Nase. Als ein Murnauer (34), der ebenfalls zu tief ins Glas geschaut hatte, dazu stieß, soll das Mädchen auch diesem ins Gesicht gehauen haben. Im Beisein der Polizei beleidigt die 15-Jährige Beteiligte.

Ein 50-Jähriger aus Murnauer war in der Nacht zum Sonntag derweil derart betrunken, dass er seine Notdurft in einem Steifenwagen der Polizei verrichtete. Der Rettungsdienst hatte ihn wegen seiner starken Alkoholisierung zunächst in die Unfallklinik gebracht. Der Betroffene habe sich jedoch „sehr unkooperativ verhalten und die notwendige gutgemeinte Behandlung verweigert“, so die Polizei. Also wollten die Beamten den Mann zumindest nach Hause fahren, um ihm zu helfen – mit dem genannten unappetitlichen Ergebnis. Inwieweit der 50-Jährige die Reinigungskosten tragen muss, wird noch abgeklärt.

Am Samstagabend fiel ein 22-jähriger Betrunkener aus Bad Bayersoien in der Murnauer Fußgängerzone negativ auf. Er soll sich, so die Polizei, unter anderem durchgedrängelt sowie andere Leute geschubst und gestoßen haben. „Er wollte sich auch anschließend vom Rettungsdienst nicht behandeln lassen.“ Als die Polizei hinzugerufen wurde, verhielt er sich den Beamten gegenüber „sehr unkooperativ und aggressiv“, heißt es weiter. Und: „Er musste mit unmittelbarem Zwang in den Streifenwagen verbracht werden, um weitere Störungen zu verhindern.“ In der Dienststelle habe der Mann herumgeschrien und auf die Polizei „in übelster Weise“ geschimpft. Verwandte mussten ihn abholen. Die Beamten prüfen nun etwaige Straftaten.

Einige Stunden später, gegen 23.30 Uhr, machte ein Seehauser mit rund 1,6 Promille Ärger. Die Wasserwacht hatte den 25-Jährigen vor der Insel Buchau mit einem offensichtlich gestohlenen Kanu angetroffen. Kurz bevor die Retter ihn der Polizei übergeben wollten, sprang der Mann aus dem Boot und schwamm an Land. Die Beamten schnappten ihn jedoch. Der Seehauser beteuerte, dass er das Kanu auf dem See gefunden habe und es nur benutzen wollte. Hierzu seien „noch Ermittlungen erforderlich“, so die Polizei. Offen ist auch, wem das grünfarbene Kanu gehört. Es befindet sich derzeit bei der Wasserwacht in Verwahrung.

Ein Promillesünder ist der Inspektion in der Nacht auf Sonntag ebenfalls ins Netz gegangen. Der 34-jährige Autofahrer aus Kirchseeon geriet gegen Mitternacht auf der Weilheimer Straße mit über 1,6 Promille in eine Verkehrskontrolle. Die Beamten bemerkten starken Alkoholgeruch und stellten beim anschließenden Test den „erheblichen Alkoholwert“ fest. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Der Mann musste sein Auto an Ort und Stelle stehen lassen, die Polizei nahm ihm Führerschein und Schlüssel ab. Ihm drohen ein Entzug der Fahrerlaubnis, Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe.

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