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Publikumsmagnet: Murnaus Töpfermarkt im Kulturpark.

Mehrere tausend Besucher im Murnauer Kulturpark

Töpfermarkt: Geballte Kreativität

Murnaus Töpfermarkt erwies sich als Publikumsmagnet. Der Veranstalter, der Verschönerungsverein, zählte am Wochenende mehrere tausend Besucher.

Murnau – Als Publikumsmagnet hat der 34. Murnauer Töpfermarkt am Wochenende wieder zahlreiche schaulustige wie kauffreudige Besucher aus Nah und Fern gelockt. 45 Aussteller zeigten auf hohem Niveau ein vielfältiges Angebot an Gebrauchskeramik in reichhaltigen Formen und Farben sowie Gartenzierkunst mit den unterschiedlichsten Motiven. Ergänzt wurden die Töpferarbeiten mit Glaskunst, Hüten, saisonalen Blumenkränzen, Körben oder Seifen. Der Veranstalter, der Verschönerungsverein, zieht eine positive Bilanz: „Der Markt war durchgängig gut besucht mit ein paar tausend Leuten. Die Aussteller sind durchweg zufrieden – und ein Großteil hat sich gleich wieder neu angemeldet“, sagt der Vorsitzende Wilhelm Müller.

    „Ich war überrascht, wie gezielt die Leute kamen und kauften“, staunte Gisela Helmes-Kronschnabel, Hutmacherin aus Fürstenfeldbruck, die das erste Mal als Ausstellerin mit ihrem Mann dabei war. Doch nicht nur die Kauffreude der Marktbesucher ist ein Grund, warum die Aussteller gerne wieder kommen: „Die Atmosphäre ist einfach schön“, findet Angelika Stubhan aus Geisenhausen, das zweite Mal in Murnau. „Die Leute sind nett – und die Standnachbarn auch.“ Von der atemberaubenden Kulisse, die der Kulturpark bietet, ganz zu schweigen.

    Die „aufopferungsvolle Arbeit“, die der Verschönerungsverein mit dem Stemmen dieser Markttradition leiste, hob die Zweite Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens (Freie Wähler) in ihrer Begrüßung am Infostand hervor, an dem erstmals auch Bilder und Karten als Papiercollagen in Mischtechnik von Vereinsmitglied Elfriede Gschlössl angeboten wurden. „Ich mache es nicht für mich. Der Erlös geht vollständig dem Verein zu und soll Murnau noch schöner machen“, wünscht sich die Künstlerin.

    Tradition mit ihren Töpferwaren zeigte zum Beispiel Dietmar Damke aus Leiblfing, der zum 32. Mal angereist war. „Wir lieben Murnau – und die Gegend ist toll“, meinte seine Frau Christiane Herrmann. Kunden waren angetan von ihrem Angebot: Diese Figuren mit ihren kleinen Köpfen und den überzogenen Körpern seien einmalig, schwärmte Familie Pflugfelder aus Mannheim unisono, die extra ihre Abreise aus dem Urlaub in Garmisch-Partenkirchen auf den Beginn des Töpfermarktes gelegt hatte. Familie Hüning aus Simbach am Inn, die rehabedingt in Murnau verweilt, erfreute sich besonders an einem Gartenstecker mit Fischköpfen der Töpferei Stubhan: „Wir haben selbst einen Teich und Fische.. Das ist ein schönes Andenken.“ Aloisia Lory aus Murnau nutzte ihre morgendliche Einkaufsrunde, um sich beim „Filzpalast“ aus Fürstenfeldbruck mit einen sommerlichen Strohhut auszurüsten. „Den kann ich nun jeden Tag im Garten aufsetzen“, meinte sie.

    Auch für einheimische Anbieter war der Markt ein Erfolg. „Ich habe einen Heimvorteil und wurde schon vor Marktbeginn geplündert“, erzählte Barbara Weber, die ihre Werkstatt seit 37 Jahren in der Johannisstraße in Murnau führt und die letzten Wochen bis in die Nacht töpferte. Töpfern für Kinder, das kulinarische Angebot und musikalische Begleitung rundeten den Murnauer Traditionsmarkt ab.

Birgit Schwarzenberger

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