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Sportkleidung statt Festtagsgewand: Die neue Schäfflertruppe stimmt sich bei der allerersten Probe in diesem Jahr aufeinander ein. 

Saisonstart im Januar 2020

Murnaus Schäffler fiebern Tanzjahr entgegen: Die heiße Phase beginnt

Alle sieben Jahre wird in Murnau die Tradition der Schäffler groß gefeiert. Im Januar 2020 beginnt wieder die Saison. Unter den Teilnehmern ist die Vorfreude riesig. Die Tänzer haben jetzt mit den Proben begonnen.

Murnau – So bekommt die Öffentlichkeit die Murnauer Schäffler normalerweise nicht zu Gesicht: In Turnschuhen und mit legerer Sportbekleidung ausgestattet, marschieren die 29 Männer im Gleichschritt durch die Turnhalle der Emanuel-von-Seidl-Grundschule. Die traditionellen Holzbögen, die sie in Händen halten, sind nicht wie üblich mit Buchsbaumzweigen geschmückt, sondern blank.

„Rücken gerade halten, den Arm im rechten Winkel anheben, das Bein hoch und die Fußspitze dabei gesenkt“, erklärt Tanzmeister Kurt Stelzl den Teilnehmern die Bewegungsabfolge bei der ersten offiziellen Probestunde. Musikalisch begleitet wird die Truppe von einem Akkordeon. „Es geht jetzt darum, die Tanzfiguren zu verinnerlichen. Bis Weihnachten proben wir intensiv zweimal in der Woche, damit das ein Automatismus wird“, sagt Schäfflervorstand Michael Huber. Für ihn und seine Männer hat die heiße Phase begonnen. Immerhin findet der erste Auftritt der Tanzsaison 2020 am 6. Januar vor dem Rathaus statt. Dieser mittelalterliche Zunfttanz der Fasshersteller ist über 700 Jahre alt und wird von den Mitgliedern des „Vereins zum Erhalt des Murnauer Schäfflertanzes“ im Turnus von sieben Jahren aufgeführt. Zuletzt gaben sich die Kasperl, Reifenschwinger und Tänzer 2013 die Ehre – unter den Blicken etlicher Schaulustiger.

Nach so langer Wartezeit ist die Aufregung groß: „Die Anspannung nimmt merklich zu, und die gesamte Vorstandschaft läuft auf höheren Touren“, berichtet Huber, dem die Vorfreude ins Gesicht geschrieben steht. Die Männer zählen wortwörtlich die Stunden bis zum großen Auftritt: Auf der Vereinswebseite gibt eine Zeitanzeige darüber Auskunft, wie viele Tage, Stunden, Minuten und sogar Sekunden bis zu dem ersehnten Termin noch vergehen. Doch die Wartezeit verfliegt im Nu, da die Schäffler mehr als eingespannt sind. Die Tanzgruppe von 32 Teilnehmern hat sich formiert und muss sich nicht nur choreographisch, sondern auch zwischenmenschlich untereinander abstimmen. „Manche begegnen sich heute zum ersten Mal. Im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und werden zu einem eingeschworenen Haufen“, sagt Huber, seines Zeichens Reifenschwinger. Er rechnet damit, dass in der neuen Saison rund 160 Tänze präsentiert werden. Es werden eigens Werber losgeschickt, die bei denjenigen Familien und Geschäftsleuten anfragen, die schon öfter einen Tanz gebucht haben.

Das Besondere an diesen Vorstellungen ist neben den einheitlichen Bewegungsabläufen das traditionelle Festtagsgewand der Zunft: eine leuchtend rote Jacke samt grüner Kappe. Der Kleidungsbestand wurde bereits erfasst und umgeändert beziehungsweise neu in Auftrag gegeben. Schließlich wird auch noch in voller Montur geprobt, mit Unterstützung des Jugend- und Blasorchesters Murnau (JBO). „Das dient dazu, Orchester und Tänzer aufeinander einzustimmen“, erklärt der Erste Vorsitzende. Um bestens vorbereitet zu sein, werden die Schäffler sogar draußen im Feuerwehrhof üben. Huber zufolge soll dabei das neue Schuhwerk „unter realistischen Bedingungen“ auf unebenem Untergrund getestet werden. Fest steht: Wer so viel Herzblut in die Vorbereitung steckt, kann am Ende nur belohnt werden.

Constanze Wilz

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