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Die Vereinsspitze: (v. l.) Schriftführer Martin Bergmeister, Vorsitzender Michael Huber, sein Stellvertreter Klaus Neubert und Kassier Stefan Hutter.

Generalversammlung der Murnauer Schäffler 

Tanzsaison 2020 fest im Blick

2020 ist in Murnau wieder Schäfflerjahr. Der Traditionsverein trifft bereits erste Vorbereitungen.

Murnau – Die Tanzsaison der Murnauer Schäffler 2013 scheint noch gar nicht so lange zurückzuliegen – und schon rückt die nächste in greifbare Nähe. Bei der Generalversammlung des Vereins zur Erhaltung des Murnauer Schäfflertanzes im Trachtenheim am Parkweg, zu der zahlreiche Aktive und Ehemalige erschienenen waren, ließ der Erste Vorsitzende Michael Huber keinen Zweifel daran, dass es nun Zeit sei, erste Vorbereitungen für die Auftritte für 2020 zu treffen. Diese beginnen am 6. Januar und enden am Faschingsdienstag.

    „Bis zur Aufstellungsversammlung im Frühjahr 2019 muss die Tanzmannschaft stehen“, erklärte er dazu. Generalprobe werde am 3. Januar 2020 sein – und sogar der Saal des Kultur- und Tagungszentrums für den abschließenden Reifenbruch am 25. Februar sei schon gebucht. „Wir werden aber etwas entspannter sein als beim letzten Mal“, kündigte er an: „Der Fasching ist 2020 etwas länger als 2013, als wir an nur 13 Tagen 165 Tänze absolviert haben.“ Zunächst werden alle Gewänder der Schäffler eingesammelt, um den aktuellen Bestand zu erfassen, kündigte Huber an. Über die Zusammenstellung der Tanzmannschaft habe man sich bereits konkret Gedanken gemacht: „Wir wollen eine gute Mischung aus einem Drittel neuen Tänzern, einem Drittel, die zum zweiten Mal dabei sind, und einem weiteren mit erfahrenen Tänzern, die bereits zum dritten oder vierten Mal mitmachen.“ Auch hören laut Huber einige der Aktiven auf. Aber: „Wir hätten damals auch nicht anfangen können, wenn nicht andere aufgehört hätten“, gab der 46-Jährige, der seit Juli 2013 Vorsitzender ist, zu bedenken. „Wer mitmachen möchte oder jemanden kennt, der vielleicht mitmachen will, sollte sich bei uns rühren.“ Er selbst wird als Reifenschwinger auf dem Fass agieren – wie auch einige seiner Vorgänger. Gespräche mit der Gemeinde, dem Jugend- und Blasorchester, das die Tänze begleitet, sowie mit der Feuerwehr, die für die Absperrungen zuständig ist, stünden ebenfalls auf dem Programm, sagte Huber.

    Voll des Lobes für die Arbeit des Vereins zeigte sich Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum), der die Frage in den Raum stellte, was Murnau denn so einzigartig mache? „Ganz bestimmt der Schäfflertanz“, lautete seine Antwort. „Ihr seid eine hervorragende Visitenkarte für unseren Ort.“ Das Gemeindeoberhaupt sicherte den Schäfflern seine volle Unterstützung zu – sei es durch Leistungen des Bauhofes oder beim Stellen von Förderanträgen.

    In Versform trug Schriftführer Martin Bergmeister den Tätigkeitsbericht des Vorstands der vergangenen zwei Jahre vor, wobei er die zahlreichen Anlässe und Veranstaltungen erwähnte, bei denen die Schäffler präsent waren. Dazu zählen etwa die Leonhardifahrt am 6. November, der Volkstrauertag und der Christkindlmarkt im Advent. Auch am Tag des Reinheitsgebotes im Mai war der Verein mit zwei Ständen vertreten, wobei unter anderem Fotos und historische Werkzeuge gezeigt wurden. Einen Scheck über 1000 Euro überreichte Franz Albrecht, Kassier des nach acht Jahren ausscheidenden „Grillteams“ der Schäffler, an Christian und Barbara Balzer vom Verein Kunterbunt, der Reisen für Behinderte organisiert. „Das Geld stammt nicht von unserem Verein“, betonte Huber: „Die Summe ist nur durch den Verkauf von Grillspezialitäten zustande gekommen.“

Heino Herpen

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