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Allein unter Frauen: Bürgermeister Rolf Beuting (Mi.) mit dem Team der neuen Tourist-Info, (v.l.) Mona Lux, Sophia Schramek (stellvertretende Leiterin), Christiane Pfanstiel, Carolina Hopen, Birgit Schwarzenberger, Alexandra Thoni (Leiterin), Heike König, Barbara Bauermeister, Nadja Kiefl und Kirsten Böhmer.

Umzug ins Rathaus nach 45 Jahren im Kultur- und Tagungszentrum 

Murnauer Tourist-Information an neuem Standort:  Bürgermeister  erwartet positiven Effekt

Nach 45 Jahren im Kultur- und Tagungszentrum hat für die Murnauer Tourist-Information eine neue Ära begonnen. Gäste wie Einheimische finden diese künftig im Herzen des Orts – eine Art Heimkehr.

Murnau – Der blaue Tresen steht fürs Blaue Land, die Flächen aus Zirbenholz wirken hochwertig. Hohe, verglaste Türen mit neugotischen Spitzbögen sorgen in Kombination mit weißen, streng strukturierten Gewölben für eine von Licht durchflutete Atmosphäre. Ein halbes Jahr war in der ehemaligen Registratur des Murnauer Rathauses mit Hochdruck gearbeitet worden. Am Samstag öffnete zu den Klängen des Jugend- und Blasorchesters unter Leitung von Michael Schmidt und im Beisein zahlreicher Ehrengäste die nagelneue Murnauer Tourist-Information ihre Pforten. 45 Jahre lang war die Einrichtung im Kultur- und Tagungszentrum untergebracht gewesen.

Neuer Standort der Murnauer Tourist-Information: Rückkehr ins Rathaus

„Heute kommt zusammen, was zusammen gehört“, erklärte Bürgermeister Rolf Beutung (ÖDP/Bürgerforum) in Anlehnung an ein Zitat Willy Brandts. Ursprünglich sei das einstige „Fremdenverkehrsamt“ im Rathaus untergebracht gewesen, sagte Beuting: „So gesehen kommt die Tourist-Information heute ein Stück nach Hause. Mit dem Einzug ins Rathaus befindet sie sich jetzt an dem Ort, wo sie auch alle Gäste suchen“, ist sich der Gemeindechef sicher. „Wir rechnen deshalb künftig mit größeren Gästezahlen und haben, um dem Herr zu werden, alle Planstellen komplett besetzt.“ Das Team habe sich der digitalen Tourismusverwaltung gestellt, ein Selbstbedienungs-Display werde in Kürze im Außenbereich montiert. Die größte Herausforderung sei jedoch gewesen, den Schall in diesem Gebäudeteil in den Griff zu bekommen: „Ich glaube, dies ist ganz gut gelungen“, sagte Beuting.

Die in einer Reihe angetretenen neun Mitarbeiterinnen von Tourismus-Chefin Alexandra Thoni in feschen, gleichfarbigen Dirndln beeindruckten Landrat Anton Speer (Freie Wähler): „So stelle ich mir Tourismus vor, das imponiert mir.“ Murnau habe einiges zu bieten, er könne zu der „wunderbaren Tourismus-Empfangsstation“ nur gratulieren. Das Rathaus sei nach dem zweijährigen Umbau „wunderbar geworden“, lobte der Politiker. „Man hat viel Geld in die Hand genommen, und es ist ein wahres Schmuckstück dabei herausgekommen.“

Murnauer Tourismus: 190 000 Übernachtungen sollen heuer wieder erreicht oder sogar übertroffen werden

Alexandra Thoni, die auf 30 Jahre Tourismus-Erfahrung zurückblicken kann, zeigte sich über das gelungene Werk erleichtert: „Ihrer ersten Reaktion zufolge haben wir Sie nicht enttäuscht mit dem, was wir geschaffen haben“, wandte sie sich direkt an die Besucher. Die ständig neuen Ideen, die sie und ihr Team vorbrachten, haben Marktbaumeister Klaus Tworek zeitweise fast zur Verzweiflung getrieben, gestand sie schmunzelnd. Ihr Wunsch sei, dass nicht nur Gäste, sondern auch Einheimische in den neuen Räumen vorbeischauten, um sich dort genauso wohlzufühlen. Man hat sich das Ziel gesetzt, die 190 000 Übernachtungen vom vergangenen Jahr wieder zu erreichen und vielleicht sogar zu übertreffen.

Die Segnung der Einrichtung übernahmen der katholische Pfarrer Siegbert Schindele und seine evangelische Kollegin Simone Feneberg. Unter den Gästen war auch Annemarie Speermann aus Murnau. Sie mochte, was sie sah: „Die neuen Räume gefallen mir sehr gut, jene im Kultur- und Tagungszentrum fand ich immer etwas klein und eng.“ Sie glaubt, dass nun „viel mehr Leute hereinkommen, um sich beraten zu lassen. Die Tourist-Information liegt jetzt mitten im Herz von Murnau – das finde ich optimal“.

Heino Herpen

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