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Für alle ein Erlebnis: Eishockey-Silbermedaillengewinner Yannic Seidenberg macht ein Erinnerungsfoto – mit der Musikkapelle Ohlstadt im Hintergrund (l.), die für die Olympia-Rückkehrer aus Pyeongchang aufspielt.

Empfang am Flughafen München

Musikkapelle Ohlstadt: Märsche für die Olympia-Helden

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Die Musikkapelle Ohlstadt hat den Eishockey-Silbermedaillengewinnern des EHC Red Bull München und weiteren Olympia-Stars am Flughafen einen rauschenden Empfang bereitet. Ein unvergessliches Erlebnis.

Ohlstadt/München – Leonhard Poschenrieder schwärmte noch am Morgen danach: „Das war brutal, ein außergewöhnliches Erlebnis. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben.“ Der Erste Vorsitzende war dabei, als rund 30 Mitglieder der Musikkapelle Ohlstadt Olympia-Teilnehmern bei ihrer Rückkehr aus Pyeongchang am Montagabend am Flughafen München einen triumphalen Empfang bereiteten. Mit dem Regimentsgruß und weiteren Märschen trafen die Ohlstädter genau den richtigen Ton: „Das ist super angekommen“, freut sich Poschenrieder.

Die Musiker bekamen in einem abgesperrten Bereich des Flughafens die Möglichkeit, mit bayerischen Stars der Spiele zu sprechen und gemeinsame Erinnerungsfotos zu machen. Diese einmalige Chance hatte ihnen der Eishockey-DEL-Club EHC Red Bull München verschafft – und ihnen damit quasi eine Tür zum Glück geöffnet. Der Kontakt war über EHC-Manager Christian Winkler zustande gekommen, der in Garmisch-Partenkirchen zu Hause ist und in Ohlstadt seine Pferde untergebracht hat. Seit dem vergangenen Jahr sorgt die Kapelle immer wieder mal im Münchner Olympia-Eisstadion für Stimmung – unter anderem beim Auftakt der Playoffs. Im Finale um die Deutsche Meisterschaft intonierten die Ohlstädter auch die Nationalhymne – und sogar bei der Meisterfeier auf dem Nockherberg waren sie mit von der Partie. „Es hat sich eine Freundschaft entwickelt“, sagt Poschenrieder.

Also fiel den Ohlstädtern nun auch der ganz besondere Flughafen-Termin in den Schoß, sie stießen in den inneren Zirkel beim Empfang der Top-Sportler vor. „Es ist eine Ehre für uns, dass Red Bull uns gefragt hat und klasse, dass man bei so etwas an uns denkt“, betont Poschenrieder. Der EHC hatte der Kapelle einen Bus geschickt, die dann mit Pauken und Trompeten die Münchner Silberhelden Danny aus den Birken, Daryl Boyle, Yannic Seidenberg, Brooks Macek, Dominik Kahun, Patrick Hager und Frank Mauer sowie die Co-Trainer Matt McIlvain und Patrick Dallaire am Flughafen empfingen, die mit dem deutschen Team sensationell ins Eishockey-Finale eingezogen waren. „Die Spieler waren ganz entspannt und haben sich bei uns bedankt“, sagt Poschenrieder. „Aber eigentlich müssten wir uns bedanken, dass wir das erleben durften.“ Der Musikkapellen-Vorsitzende machte noch „weitere Olympia-Stars“ aus, die aus dem verspäteten Flugzeug gestiegen waren und gegen 23.15 Uhr mit in den Genuss des großen Bahnhofs kamen – vom Biathleten Simon Schempp, der mit Silber und Bronze dekoriert zurückkehrte, über Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Rennrodeln) bis hin zu Snowboard-Medaillengewinnerin Selina Jörg.

Der Fokus der Ohlstädter galt den Eishockey-Spielern. „In der Kapelle haben wir genug Fans“, sagt Poschenrieder. Und es wird ein baldiges Wiedersehen geben. Beim nächsten Heimspiel der Red Bulls gegen die Iserlohn Roosters (Sonntag, 4. März, 14 Uhr) will die Musikkapelle wieder für Stimmung sorgen. Auch Auftritte während der Playoffs sind eingeplant. Der EHC kann auf seine Freunde aus Ohlstadt zählen. Silke Jandretzki

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