Adieu Asphaltwüste: Ab Herbst gibt es hier viel Pflaster und neues Grün. foto: roy/ARchiv

Nach Pfingsten rollen die Bagger an

Murnau - Es soll künftig wie ein Platz aussehen, mit Pflastersteinen, farbigem Asphalt, viel Grün und - ganz wichtig - Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen. Am Dienstag beginnen die Arbeiten für den ersten Abschnitt des Großprojekts „Sanierung Bahnhofstraße“ in Murnau. In diesem wird das Areal vor dem Kultur- und Tagungszentrum umgestaltet.

Nach den ersten Vorbereitungsarbeiten und dem Spatenstich im Herbst vergangenen Jahres (wir berichteten), wird es nun ernst. Ab Dienstag wird der Bereich vor dem Kultur- und Tagungszentrum, dem Burggraben hinunter bis zum Klausenhof und hinauf bis zur alten Post nicht mehr der alte sein. Dann nämlich rollen die Baufahrzeuge an und werden wohl bis in den Herbst hinein zum alltäglichen Bild in diesem Gebiet gehören.

Wie Fritz Egold vom Bauamt erklärt, wird in den kommenden Wochen zunächst mit der Umgestaltung des Vorplatzes des Kultur- und Tagungszentrums (KTM) und dem Rückbau der Kohlgruber Straße begonnen. Diese soll auf eine Breite von 4,50 Meter verschmälert werden, die Parkplätze südlich davon werden bis auf fünf verbleibende Behinderten-Stellplätze verschwinden, nordseitig können in Zukunft noch zirka fünf Fahrzeuge abgestellt werden. Die Straße soll mit farbigem Asphalt versehen werden - einem gelblichen Ton, schildert Egold. Bei der Umgestaltung des KTM-Vorplatzes seien große Erdbewegungen zu erwarten. „Dieser soll ebenerdig gestaltet werden, das heißt, er muss zum Teil abgetragen, zum Teil aufgeschüttet werden. Die bisherigen Treppen werden entfernt und eine Sitzmauer errichtet.“ Insgesamt, so sieht es der Plan des zuständigen Büros Schegk in Haimhausen vor, soll auch eine bessere Verzahnung des Areals mit dem Kurpark erreicht werden. Dieser selbst bleibe von den Arbeiten aber unberührt.

Ab August, so schätzt Egold, wird der Belag des Burggrabens und der Bahnhofstraße in diesem Teilbereich an der Reihe sein. „Wir versuchen, die Fahrbahn so lange es geht, aufrecht zu erhalten“, sagt Egold. Aber dann werde auch dort aufgerissen und gepflastert, mit Behinderungen und teilweisen Sperren sei dann zu rechnen.

Die Gemeinde Murnau weist darauf hin, dass die Baustellen alle Bereiche der Verkehrteilnehmer umfassen werden, also Fahrstraßen und Gehwege. Der Besuch des Kultur- und Tagungszentrums und seiner Einrichtungen wie die Gemeindebücherei, die Tourist-Info und das Restaurant Auszeit sei während dieser Zeit nur eingeschränkt, ein Zugang teilweise nur vom Kurpark aus möglich. Auch die Tiefgarage am KTM werde lediglich über die Zufahrt am Burggraben zu erreichen sein. Damit die Murnauer weiterhin ihre Post einwerfen können, werde der Briefkasten vom alten Postgebäude ein Stück weiter nördlich angebracht.

Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt betragen mittlerweile rund 1,7 Millionen Euro, 200 000 Euro mehr als in den ersten Planungen angenommen. „Im Rahmen der Submission ist der Preis gestiegen“, sagt Egold. Weitere Überraschungen könnten aber auch während der Bauphase noch auftreten.

In den Bauabschnitten zwei und drei der „Sanierung der Bahnhofstraße“ , die in den kommenden Jahren in Angriff genommen werden sollen, wird zuerst der Münterplatz und dann die restliche Bahnhofstraße bis zur Kellerstraße einer Schönheitskur unterzogen. „Diese Abschnitte sind noch in der Planungsphase“, erklärt Egold. Da könne sich noch vieles ändern. Wie berichtet, hatte vor kurzem Franz Englbrecht (ÖDP/Bürgerforum) beispielsweise schon ein Überdenken der bisherigen Planung für den Münter-Platz, unter anderem aus Kostengründen, beantragt. (Michaela Sperer)

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