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Initiatorin Ursula Lampl hofft auf rege Teilnahme. 

Neues Sozial-Netzwerk

Start für Nachbarschaftshilfe in Murnau  

Murnau – Rasenmähen, Hausaufgabenbetreuung, Besuche bei Ämtern oder dem Hausarzt: Für Menschen, die außerhalb sozialer oder familiärer Strukturen leben, sind solche alltäglichen Aufgaben oft schwer alleine zu bewältigen.

Hier soll zukünftig die Nachbarschaftshilfe Murnau greifen, indem sie Hilfesuchende mit hilfsbereiten Personen oder Organisationen zusammenbringt. Das übergeordnete Ziel ist es, eine unbürokratische und kostenlose Unterstützungsgemeinschaft ins Leben zu rufen, die unabhängig von Alter, Religion oder Herkunft agiert.

Ursula Lampl, Einrichtungsleiterin des Caritas Mehrgenerationenhauses in Murnau, macht sich für dieses Projekt stark. „Ich habe einige Anfragen von Hilfsbedürftigen erhalten. Darum wollte ich die Nachbarschaftshilfe hier im Ort einführen“, erzählt sie. Derartige Netzwerke laufen bereits erfolgreich in anderen Gemeinden des Landkreises, wie etwa in Uffing und Oberau. Lampl hat sich mit den Beteiligten ausgetauscht, um Einblicke in die Abläufe zu bekommen. Daraufhin hat sie gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern den Grundstein für das Angebot in Murnau gelegt. Wer helfen möchte oder Unterstützung braucht, wendet sich an das Mehrgenerationenhaus.

Bei den Helfern wird in einem persönlichen Gespräch abgeklärt, wie umfangreich und auf welche Weise Unterstützung angeboten werden kann. „Die Teilnehmer werden nur in den Bereichen eingesetzt, die sie selbst gewählt haben“, versichert Lampl. Ihr zufolge gibt es keine konkreten Vorgaben, was das jeweilige Zeitmanagement betrifft. Auch wer bloß eine Stunde pro Monat übrig habe, könne sich melden. „Jeder kann das einbringen, was im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt“, sagt die Einrichtungsleiterin. Hierzu zählen beispielsweise Gartenarbeiten, Einkaufs- und Begleitdienste zum Supermarkt, zum Arzt oder zu Behörden, Besuchsdienste im Sinne von Vorlesen, Erzählen oder Zuhören, sowie Aushilfe bei Abwesenheit (Tierversorgung, Blumen gießen). Außerdem werden Beratungen und Vermittlungen an weiterführende Stellen wie Caritas, Pflege, und örtliche Vereine und Institutionen angeboten.

Alle Angaben und Kontakte werden vertraulich behandelt. Bei ihren Einsätzen sind die Teilnehmer über die Caritas versichert. Lampl hofft, dass zukünftig ein Pool von rund 20 bis 50 Freiwilligen zusammenkommt, die regelmäßig ihre Dienste anbieten. „Dann hätten wir einen guten Rückhalt, um einen Teil des Bedarfs in Murnau und Umgebung zu decken“, betont sie. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch Spenden des Lions Clubs Murnau, des Fördervereins Mehrgenerationenhaus sowie einer Förderaktion von Aktion Mensch.

Zum Auftakt des Projekts sind alle Interessierten am Samstag, 24. Juni, in die örtliche Fußgängerzone eingeladen. Dort informiert das Team der Nachbarschaftshilfe Murnau zwischen 10 und 14 Uhr über das Angebot.

Wer anderweitig zu den Beteiligten Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter der Telefonnummer 0 88 41/ 26 20 tun. Die Sprechzeiten sind montags und donnerstags je 13 bis 15 Uhr, ansonsten kann man eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Es ist aber auch möglich ein E-Mail zu schreiben (mgh-nachbarschaftshilfe@caritasmuenchen.de).

Constanze Wilz

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