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Spannende Einblicke in Sachen Biotechnologie: Junge Forscher der Q11 des Staffelsee-Gymnasiums vor dem BIOTechnikum-Truck. 

BIOTechnikum Kampagne in Murnau 

Nachwuchsforscher experimentieren im rollenden Labor

Forschertruck für Biotechnologie macht Halt am Staffelsee-Gymnasium. 150 Schüler experimentieren in Ausstellungsfahrzeug. 

Murnau – Die Informations- und Bildungskampagne „BIOTechnikum: Erlebnis, Forschung, Gesundheit, Ernährung, Umwelt“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 2008 ins Leben gerufen, um Menschen deutschlandweit über die Bedeutung der Biotechnologie zu informieren. Im Zentrum der Kampagne steht die mobile Erlebniswelt BIOTechnikum. Dabei handelt es sich um ein doppelstöckiges Ausstellungsfahrzeug, das auf über 100 Quadratmetern Fläche unter anderem ein professionelles Labor mitsamt Ausstellung und Diskussionsforum beherbergt.

Die Zielgruppe jener Aktion ist der wissenschaftliche Nachwuchs an Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auf dem Gelände des Staffelsee-Gymnasiums in Murnau machte der Forschungstruck drei Tage lang Halt. Rund 150 Schüler der Bildungseinrichtung, der örtlichen Real- und Mittelschule sowie der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen meldeten sich für die interaktive Ausstellung an, die in Kooperation mit dem Pharma-Riesen Roche Diagnostics Penzberg gezeigt wurde.

 Im Rahmen verschiedener Praktika konnten die Teilnehmer selbst in Forscherrollen schlüpfen. Unter der Anleitung der Wissenschaftlerin Dr. Judith Flurer durften etwa die Elftklässler des Staffelsee-Gymnasiums unterschiedliche biotechnologische Experimente abhalten. Beispielsweise isolierten sie DNA aus den Zellen ihrer Mundschleimhäute. „Den Teilnehmern wurden die Schritte gezeigt, die theoretisch nötig sind, um einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen“, erklärt Flurer. Im Zuge dessen durften die Nachwuchsforscher eine Komponente ihrer eigenen DNA vervielfachen. Hierbei findet eine spezielle Technik Anwendung, die auch in der Medizin und Kriminaltechnik genutzt wird. Ergebnisse und Erfolge wurden anschließend im Vortragsraum erörtert.

 Auf besonders großes Interesse stieß der Vergleich einer fiktiven Täter-Opfer-DNA. Dabei wurden genetische Spuren von einem „Tatort“ mit Hilfe der sogenannten Gel-Elektrophorese sichtbar gemacht. Die Jugendlichen analysierten die Spuren der Verdächtigen und konnten anhand eines fluoreszierenden Gels auf einem UV-beleuchteten Tisch den „Täter“ ermitteln. „Die gesamte Aktion war sehr lehrreich und praktisch orientiert. Man konnte selbst aktiv werden und das hat mir am meisten Spaß gemacht“, meinte die 16-jährige Gymnasiastin Verena Engelmann aus der Q11. Sie kann sich eigenen Angaben zufolge vorstellen, eines Tages als Biologie-Laborantin zu arbeiten.

Constanze Wilz

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