Die Sky-Moderatoren Stephanie und Gregor Teicher mit transparenter Maske.
+
Bitte lächeln: die Sky-Moderatoren Stephanie und Gregor Teicher mit transparenter Maske.

Kulturgenuss in Corona-Zeiten

Neue Maske hat behördlichen Segen: Jetzt kommen Besucher damit auch ins Murnauer Schloßmuseum

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
    schließen

Bis vor Kurzem durfte man mit einer transparenten Mund-Nasen-Maske nicht das Murnauer Schloßmuseum betreten. Doch mittlerweile gibt es freie Bahn. Das Gesundheitsamt und das Bayerische Gesundheitsministerium haben ihr Placet gegeben.

  • Besucher kamen mit transparenter Maske eine Zeitlang nicht ins Murnauer Schloßmuseum.
  • Inzwischen haben die PET-Masken den behördlichen Segen.
  • Ein freundliches Gesicht an der Hotelrezeption und ein nettes Lächeln der Bedienung im Café werden mit den Masken wieder sichtbar.

Murnau - Als die neuen transparenten Mund-Nasen-Masken herauskamen, haben sich die Murnauer Karin und Rudolf Koch sofort welche besorgt. „Tage später trugen wir sie, als wir ins Murnauer Schloßmuseum zur neuen Sonderausstellung wollten“, berichtet Karin Koch (77) in einem Schreiben ans Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt. Sie wurden von Freunden begleitet. Diese hatten normale Mund-Nasen-Masken dabei und wurden ohne Weiteres eingelassen. Die Kochs hatten die transparenten angelegt. „Die Dame an der Kasse ließ uns aber nicht rein“, erzählt Koch. Die Enttäuschung bei den ehemaligen Mitarbeitern der Gemeinde war groß. Als Grund für die Absage sei genannt worden: „Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen lässt diese Masken nicht zu.“ Zum Glück hatten die Kochs auch normale Masken eingesteckt, so dass sie mit ihren Freunden die Sonderausstellung ansehen konnten.

Schloßmuseum orientiert sich am Landratsamt

Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig betont, dass der Einrichtung die Gesundheit aller Besucher einschließlich des Aufsichtspersonals sehr am Herzen liege. „Daher halten wir uns bezüglich des Sicherheits- und Hygienekonzeptes streng an die Vorgaben des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen, des Deutschen Museumsbundes und der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen in Bayern.“ Am 10. Juli erhielt das Schloßmuseum aus dem Sachgebiet Gesundheitswesen des Landratsamtes laut Uhrig folgende schriftliche Mitteilung: „Wichtig ist, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken, und an den Rändern möglichst eng anliegt.“ Bei den „smile-by-ego-Masken“ – also den besagten transparenten Teilen – „können sich die Tröpfchen durch die Öffnungen nach unten leicht verteilen. Die relevante und notwendige Reduktion der Ausscheidung von Atemwegsviren durch diese Maske ist dadurch unseres Erachtens nicht sicher gewährleistet, und daher ist der eigentliche Grund für die Maskenpflicht, die Verteilung der Viren durch die Atemluft zu reduzieren und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 zu reduzieren, nicht erfüllt.“ So weit das Landratsamt vor knapp einem Monat.

Fast alle hatten eine Ersatzmaske dabei

„Die gute Nachricht ist, dass diese Masken inzwischen ausreichend getestet und vom Gesundheitsamt freigegeben wurden“, betont Uhrig. „Nach der schriftlichen Bestätigung vom 28. Juli durften an diesem Tag auch die ersten Besucher mit dieser ,smile-by-ego‘-Maske ins Museum.“ Besucher, die vor der Freigabe damit ins Haus kamen, konnten Uhrig zufolge für zwei Euro eine normale Maske erwerben. „Fast alle Museumsbesucher hatten jedoch eine Ersatzmaske dabei, sodass das nie ein Problem war.“ Laut einer Pressemitteilung erhielt die transparente PET-Maske inzwischen den Segen des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Es sei aus infektionshygienischer Sicht möglich, die Klarsicht-Maske „als Ersatz zur Community-Maske zu verwenden“. Vorher hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die Sache eingehend geprüft.

Eine Murnauer Erfindung

Ekkehard Gorski, der beruflich als Ingenieur in den Entwicklungszentralen sowohl für den großen Flugzeugbauer Airbus wie auch bei großen Autoherstellern tätig war, ist Erfinder dieser Kunststoffbedeckung. Ein freundliches Gesicht an der Hotelrezeption und ein nettes Lächeln der Bedienung im Café werden dadurch wieder sichtbar. Unterstützt wurde Gorski von Christian Bär, Hotelier des Murnauer Alpenhofs, sowie Dominik Junold, Geschäftsführer der Beratungs- und Vertriebsgesellschaft credo.vision.

Auch interessant: Soldat erfindet Helden-Geschichte 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kommentare