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Neues Führungsteam: (v.l.) Sprecherin Veronika Jones, Sprecher Thomas Stärz und Schriftführer Dr. Adrian Dietz. 

Ortsverband wählt Sprecher 

Murnauer Grüne formieren sich neu

Die Murnauer Grünen haben sich personell neu aufgestellt. Veronika Jones ist Sprecherin, Thomas Stärz steht ihr zur Seite. Bei den Kommunalwahlen 2020 peilen die Grünen drei Sitze im Gemeinderat an.

Murnau – Eingetreten bei den Grünen ist Thomas Stärz erst im vorigen Jahr. Der Murnauer ist also ein Neuling. Doch mit dem ersten Parteiposten hat es nicht lange gedauert. Am Donnerstagabend ist der 30-Jährige anlässlich der Jahreshauptversammlung im Kultur- und Tagungszentrum zum neuen Sprecher des Grünen-Ortsverbands gewählt worden.

„Es steht in Murnau jede Menge an“, betonte er. Etwa die Verbesserung der Fahrradwege, aber auch die Fußgänger dürfe man nicht vergessen. Es braucht seiner Meinung nach innovative Lösungen. „Das muss ein stimmiges Konzept werden.“ Stärz promoviert gerade in Japanologie und beschäftigt sich dabei mit Denkmalschutz und Stadtplanung in Nagasaki.

Zur Seite steht ihm mit Veronika Jones eine erfahrene Kraft. Die Übersetzerin, die Doro Sührig ablöst, war früher schon über Jahre Sprecherin des Orts- und auch des Kreisverbands. Seit 2014 sitzt sie im Gemeinderat. Das Mandat legt die 38-Jährige aus familiären Gründen jedoch nieder. Nachfolger wird Hans Kohl, bisher Sprecher des Ortsverbands. Eine Art Personalrochade also.

Am Herzen liegt Jones die Kinderbetreuung. Sie schlägt vor, anstelle des Bienenhaus-Horts, der sich an der Emanuel-von-Seidl-Grundschule befindet, einen Neubau zu errichten – „eine große Lösung mit Mensa“. Zum Hintergrund: Hortkinder der Seidl-Schule müssen derzeit zum Essen in das Drachennest und dann wieder zurück in die Schule, um dort die Räume der Mittagsbetreuung mitzunutzen. Dies ist aber nur eine Übergangslösung. Jones drängt schon länger auf eine Änderung.

Etwas anderes bereitet Mitstreiter Wolfgang Riedinger Magengrimmen: die zum Teil kilometerlangen Staus an der Bundesstraße 2. „Die Gemeinde ist nicht willens, sich Gedanken zu machen, wie man den innerörtlichen Verkehr verflüssigen könnte“, wetterte Riedinger. „Man könnte Staus vermeiden.“ Jones schlug vor ein paar Monaten Kreisverkehre vor. Der Antrag wurde allerdings an den „Runden Tisch Verkehr“ weitergegeben.

Auch die Kommunalwahlen 2020 waren an dem Abend Thema. An einem Samstag im April möchten sich die Murnauer Grünen im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ Gedanken machen, welche Themen man ins Zentrum rücken will. Am Ende soll ein Wahlprogramm herauskommen. Bisher haben die Grünen ein Mandat im Marktgemeinderat inne. 2020 sollen es deutlich mehr werden. „Drei Sitze sind nicht unrealistisch“, erklärte Kohl. Ähnlich sieht es Jones: „Drei wären schön.“ Sie schließt nicht aus, im kommenden Jahr wieder für einen Sitz zu kandidieren. Neu im Team ist Dr. Adrian Dietz, der zum Schriftführer gewählt wurde. Der 33-Jährige ist Produktentwickler für Umweltmesssysteme.

Eine der nächsten Aktionen der Grünen ist mitzuhelfen, damit das von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein Erfolg wird. Die Eintragungsfrist dauert von Donnerstag, 31. Januar, bis Mittwoch, 13. Februar. „Die Plakate sind bereits da“, berichtete Kohl, einer der Sprecher des lokalen Aktionsbündnisses. Man will prominente Erstunterzeichner gewinnen, Pressegespräche sind geplant, zudem möchte man Geschäfte abklappern, um dort Plakate aufzuhängen. So genannte Lotsen sollen vor dem Rathaus während der Eintragungsfrist Bürger bewegen, zu unterschreiben.

Im Kern geht es den Initiatoren des Volksbegehrens darum, das bayerische Naturschutzgesetz so zu verbessern, dass die Lebensgrundlagen für alle gesichert werden und gefährdete Arten bessere Überlebenschancen bekommen.

Roland Lory

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