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Mehr Platz und noch mehr Komfort: (v. l.) Pflegebereichsleiterin Sabrina Schmuttermair, Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher (Ärztlicher Direktor Klinikum), Prof. Dr. Volker Bühren (Ärztlicher Direktor UKM), Geschäftsführer Bernward Schröter (Klinikum) und Landrat Anton Speer in einem der neuen Patientenzimmer im Zentrum für Innere Medizin.

Kooperation mit Klinikum Garmisch-Partenkirchen gefestigt

Neues Bettenhaus im UKM: Mehr Platz für Spitzenmedizin

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Das ist ein Meilenstein in der über 60-jährigen Geschichte der Murnauer Unfallklinik: Am Montag wurde das neue, rund 74,5 Millionen Euro teure Bettenhaus der Vorzeige-Einrichtung offiziell eingeweiht. Damit eng verbunden ist die Kooperation mit dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Murnau– Die Erweiterung Ost der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau (UKM) war ein Kraftakt – nicht nur in baulicher und finanzieller Hinsicht. Ein Wasserschaden hatte das Mammutprojekt zeitlich zurückgeworfen – und kostspielige Sanierungsarbeiten zur Folge. Baustart war 2011, ab 2015 konnte der Komplex mit sieben Ebenen (inklusive eines zweigeschossigen Parkdecks) und insgesamt rund 30 000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche schrittweise bezogen werden. Erst heuer im Juni wurde schließlich mit dem Einzug des Zentrums für Innere Medizin des Klinikums Garmisch-Partenkirchen der letzte Abschnitt in Betrieb genommen.

Die Mühen haben sich gelohnt: Selbst einem Laien wird schnell klar, dass hier in einen Standort investiert wurde, der in der ersten Liga der Kliniken mitspielt. Davon konnten sich gestern bei der offiziellen Einweihungsfeier die zahlreichen Ehrengäste, darunter viele Vertreter aus Medizin und Politik, überzeugen. Das Haus besticht durch ein großzügiges und funktionales Raumprogramm, helle Patientenzimmer mit Balkon und Gebirgsblick sowie einer modernen technischen Ausstattung.

Die Unfallklinik – Träger ist ein Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung mit bundesweit 13 Standorten – festigt damit auch ihre Kooperation mit dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Das Bündnis, das seit zehn Jahren besteht, gilt als Vorzeige-Modell. Der Schulterschluss, darüber sind sich beide Partner einig, bedeutet eine hohe Qualitätsverbesserung für die medizinische Versorgung in der Region. Das Klinikum zog bekanntlich mit seiner internistischen Abteilung vom alten Murnauer Gemeinde-Krankenhaus ins UKM. Diese Station (rund 70 Betten) ist jetzt in dem Neubau angesiedelt, die Fläche wurde langfristig angemietet.

„Wir haben etwas, was es in Deutschland ganz selten gibt“

Prof. Dr. Volker Bühren, Ärztlicher Direktor der Unfallklinik, sprach im Zuge eines Rundgangs für Pressevertreter von einer „innovativen und wegweisenden Zusammenarbeit“. Beide Häuser brächten ihr Know-how ein, was bei der Behandlung der Patienten ein enormer Vorteil sei. „Wir haben etwas, was es in Deutschland ganz selten gibt“, betonte Bühren.

Sein Kollege Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher, Ärztlicher Direktor des Klinikums, einer Landkreis-Tochter, sieht das genauso: „Beide Kliniken ergänzen sich extrem gut. Sie passen wie Zahnräder zusammen.“ Dadurch könne man in der Staffelsee-Gemeinde jeden Notfall versorgen, vom Unfall bis zum Herzinfarkt – und zwar täglich rund um die Uhr. Für Allescher ein klarer „Mehrwert für die Bevölkerung“.

Landrat Anton Speer (Freie Wähler) sprach in seiner Ansprache vor den Festgästen von einem „freudigen Tag für die Gesundheitsregion Landkreis Garmisch-Partenkirchen“. Gewinner seien die Patienten beider Einrichtungen. UKM und Klinikum bildeten das „Rückgrat unseres Gesundheitswesens“ – und seien mit zusammen rund 3000 Mitarbeitern die größten Arbeitgeber hierzulande.

In dem neuen Bettenhaus sind neben dem Zentrum für Innere Medizin unter anderem noch neurochirurgische Stationen, ein Institut für Biomechanik, eine so genannte Intermediate Care-Station zur Behandlung von überwachungspflichtigen und besonders pflegeintensiven Patienten (in Kooperation mit dem Klinikum) und ein Hörsaal untergebracht. Die Unfallklinik mit 556 Betten und jährlich über 48 000 Patienten ist eines der größten Traumazentren Deutschlands – und genießt einen international hervorragenden Ruf.

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