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Die Immobilie: In diesem Haus am Murnauer Längenfeldweg, das früher dem Bund gehörte, werden demnächst Asylbewerber einziehen.

Projekt am Längenfeldweg

Neues Flüchtlingsheim in Murnau

Murnau - Noch ist die Immobilie am Murnauer Längenfeldweg nicht bezugsfertig. Doch daran wird gearbeitet. In der Straße im Norden der Kommune entsteht nämlich eine weitere Flüchtlingsunterkunft.

Voraussichtlich ab Anfang Juni ziehen Asylsuchende in das Gebäude ein. Dies hat die Marktgemeinde via Pressemitteilung bekannt gegeben. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen mietet demnach das Gebäude für die Unterbringung von maximal 25 Flüchtlingen an. Die Kreisbehörde wird auch für die notwendigen Maßnahmen rund um Betreuung und Integration sorgen. Hinsichtlich der Anzahl sowie Nationalitäten sei man um eine ausgewogene Verteilung bemüht, heißt es. Bis dato sei „völlig unklar“, aus welchen Ländern die Geflüchteten kommen, sagt dazu Florian Hibler, Leiter des Ausländeramts. Die Marktgemeinde Murnau hat das Gebäude erst vor Kurzem vom Bund gekauft. Das Objekt grenzt direkt an das Gelände der Werdenfelser Kaserne an.

In Murnau sind bekanntlich bereits einige Asylbewerber untergebracht. 34 leben seit Anfang 2015 in Murnau-Westried (Moosrain). „Wir verfügen deshalb bereits über die notwendigen Strukturen und Netzwerke, um die neu ankommenden Menschen zu betreuen und gesellschaftlich zu integrieren“, wird Erster Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) in der Presseerklärung zitiert. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um dies zu einem Erfolg werden zu lassen.“ Das gute Miteinander in Murnau solle fortgesetzt und gepflegt werden – gemeinsam mit den neuen Mitbürgern.

Ausländeramtschef Hibler zeigt sich zufrieden mit der Örtlichkeit. „Das Gebäude ist gut zu gebrauchen.“ Freilich: Es gibt schon noch einiges zu tun. Eine Wasserleitung muss zum Haus verlegt werden. Darum kümmern sich die Gemeindewerke Murnau. Die bestehende Leitung wurde vom Bund gekappt. Auch eine neue Heizanlage ist nötig, zudem fehlt eine Küchenzeile. Wände sind zu streichen, und es ist alles sauber zu machen. „Wir müssen schon was reinstecken“, sagt Hibler. 

Das Haus am Längenfeldweg 106 ist eingeschossig und verfügt über neun Zimmer, hinzu kommen fünf Stück (Küche, Bad, Gemeinschaftsraum), die von allen genutzt werden können. Darüber hinaus werden drei mobile Versorgungscontainer aufgestellt. In der Unterkunft werden die Geflüchteten aufgeteilt und gemäß ihrer Familienzugehörigkeit zusammen leben.

Um die Betreuung kümmert sich Stefan Greisinger, Mitarbeiter der Abteilung Migration und Personenstand des Landratsamtes. „Im Vorfeld haben wir bereits alles Notwendige veranlasst, um die Ankunft und Unterbringung der Asylsuchenden so reibungslos wie möglich zu gestalten“, berichtet Greisinger. „Und damit dies auch weiterhin so sein wird, werden wir in enger Abstimmung mit der Verwaltung für eine gute Betreuung vor Ort sorgen.“

Helfende Hände sind willkommen. Die verschiedenen Einrichtungen freuen sich über Freiwillige, die mit anpacken. Interessierte können sich an Erwin Keusch wenden, Leiter von Team 7 des Vereins Murnau Miteinander. Er ist unter den Telefonnummern 0 88 41/ 9 90 95 oder 01 71/ 4 81 07 97 zu erreichen. Weitere Details zum neuen Heim kennt er bis dato nicht. „Ich muss mich da auch überraschen lassen.“

Für Anwohner findet am Dienstag, 16. Mai, um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung in der neuen Flüchtlingsunterkunft statt. Die Bürger haben dabei die Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen.

Roland Lory

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