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Peter Aumann (l.) vom Staatlichen Bauamt erläutert die Pläne: (v. l.) Bezirksrätin Alexandra Bertl (CSU), Werner Salzberger und Dr. Sebastian Rotter (beide Polizeipräsidium), Martin Todea (CSU Murnau), Joachim Loy (Polizeiinspektion Murnau), Sabine Mayr (CSU Murnau), Landtagsabgeordneter Harald Kühn (CSU) und Vize-Landrat Dr. Michael Rapp (CSU). 

Großprojekt im Murnauer Kemmelpark

Neues Polizei-Zentrum: Baustart zum Greifen nah

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Die Pläne für ein Schulungszentrum der Polizei im Murnauer Kemmelpark werden immer konkreter. 2019 könnte der Bau des zweigeschossigen Komplexes beginnen. Die Kosten belaufen sich nach aktuellen Berechnungen auf zehn bis elf Millionen Euro.

Murnau – Die Marktgemeinde Murnau ist bereits ein wichtiger Polizei-Standort. In dem Gebäude an der Barbarastraße am Rande des Kemmelparks sind drei Abteilungen mit insgesamt rund 115 Beamten zuhause: die Inspektion, die Operativen Ergänzungsdienste und die Grenzpolizei. Auf dem rund 2600 Quadratmeter großen, südlich gelegenen Nachbargrundstück, das der Freistaat vor einigen Jahren der Marktgemeinde abgekauft hat, soll bekanntlich ein Bauwerk für eine weitere Einrichtung der Ordnungshüter entstehen: Ein großes Schulungszentrum, in dem circa 600 Polizisten aus den drei Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen verschiedene Einsatzszenarien üben können, angefangen bei einem Familienstreit bis hin zum Terroranschlag. Außerdem ist im Keller eine Schießanlage vorgesehen.

Die Pläne für den zweigeschossigen Funktionsbau mit einer Nutzfläche von 1200 Quadratmetern sind weitgehend abgeschlossen, wie jetzt auf einer Info-Veranstaltung bekannt gegeben wurde. An dem Treffen, zu dem der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Kühn eingeladen hatte, nahmen Vize-Landrat Dr. Michael Rapp (CSU), Vertreter des zuständigen Staatlichen Bauamts Weilheim und des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie einige CSU-Funktionäre teil. Es müssten nur noch Feinheiten, etwa die Gestaltung der Fassade, abgestimmt werden, sagte Peter Aumann, stellvertretender Leiter des Weilheimer Bauamts. Das Haus werde ungefähr so groß wie das bestehende Polizei-Gebäude. Besonders viel Wert legen die Architekten auf die Schalldämmung, um die Nachbarn nicht zu belasten.

Wie Kühn berichtete, könnten die Bagger schon 2019 anrollen – vorausgesetzt der Landtag bewilligt die Finanzmittel. Auch werden die fertigen Unterlagen erneut der Murnauer Ortspolitik vorgelegt. Die Planer rechnen mit einer zweijährigen Bauzeit. Allerdings hat sich die Kostenkalkulation kräftig erhöht: Anfangs ging man von 7,4 Millionen Euro aus, inzwischen liegen die Schätzungen bei zehn bis elf Millionen Euro (ohne Grundstückskauf).

Für Kühn stellt das Mammutvorhaben eine „zukunftsweisende Lösung“ dar. „Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit des Oberlands“, sagte er. Bisher sei der Übungsbetrieb „suboptimal“. Das Training findet nämlich an zwei Standorten statt: in Weilheim und in Schongau. Für viele Polizisten ist dies mit langen Anfahrtswegen verbunden. Die zentrale Lage Murnaus wird daher als Pluspunkt gewertet: „Das Gebäude erfüllt genau das, was wir brauchen“, betonte Werner Salzberger, der im Polizeipräsidium für die Liegenschaften zuständig ist. Inspektionschef Joachim Loy hob einen weiteren positiven Effekt hervor: Das Sicherheitsgefühl wird seiner Ansicht nach verbessert, wenn jeden Tag zusätzlich etwa 50 bis 100 Uniformierte in den Ort kämen. „Das freut die Bürger.“

Die besagte Fläche ist eine der letzten, die im Kemmelpark unbebaut ist. In der Mitte des einstigen Kasernenareals soll noch ein medizinisches Forschungszentrum entstehen. Altbürgermeister Rapp ist mit der Entwicklung zufrieden. Es habe sich ausgezahlt, nichts zu überstürzen. „Die Konversion ist ein gelungenes Projekt.“

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