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Immer was los: Das Freizeitangebot des Jugendzentrums Erlhaus wird gut angenommen. Auf diesem Archivbild ist eine Halfpipe für Skateboarder zu sehen.

Konzept im Sozial- und Schulausschuss vorgestellt

„Offener Treff“ im Erlhaus - ein Erfolgsmodell

Das Freizeitangebot „Offener Treff“ im Murnauer Jugendzentrum Erlhaus erfreut sich großer Beliebtheit. Das Motto: Jeder ist willkommen. 

Murnau – Freunde treffen, Sport treiben, Musik hören oder einfach nur nach der Schule entspannen: Der „Offene Treff“, ein Freizeitangebot des Jugendzentrums Erlhaus im Murnauer Kemmelpark, ist ein Erfolgsmodell. Dies wurde jetzt in der Sitzung des Sozial- und Schulausschusses deutlich. Philipp Weber, pädagogischer Mitarbeiter der Marktgemeinde, stellte das Konzept vor. „Ich bin sehr zufrieden, wie die Jugendlichen unser Angebot annehmen“, erklärte er. „Offen bedeutet in diesem Fall, wer sich an die Regeln hält, ist willkommen.“ Diese Regeln umfassten ein Verbot von Alkohol, Zigaretten und Mobbing, wie er betonte. Zudem bestehe keine Anmelde- und Anwesenheitspflicht. Gedacht sei der Treff vor allem für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, aber: „Es kommen teils auch Jüngere in Begleitung ihrer Eltern – oder Ältere bis Anfang 20.“ Die jungen Besucher könnten beim Thekenteam Spiele und Geräte ausleihen, den Saal und das Freigelände am Erlhaus nutzen. „Sie bestimmen selbst, was sie gerne machen würden – und ich stehe ihnen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagte der pädagogische Mitarbeiter. „Wenn sie sich langweilen, mache ich Vorschläge. Jeder soll sich aktiv beteiligen, und eigene Ideen und Interessen umsetzen – zum Beispiel Sport und Kochen, wir können aber auch etwas für die Schule machen, wenn das gewünscht ist.“ Als seine Arbeitsschwerpunkte dabei nannte Weber die Entwicklung von eigenen Aktionsformen, kreatives Gestalten, Spaß und Spiel – und Bildungsangebote: „Doch die haben bisher ziemlich gefloppt“, wie er bedauerte.

    Für manche der jungen Leute sei das Essen im Erlhaus die einzige warme Mahlzeit, die sie tagsüber bekämen, eröffnete er dem Gremium. Sein Ziel sei es, sich noch mehr mit jugendrelevanten Einrichtungen und Verbänden zu vernetzen: „Ich gehe auch in die verschiedenen Schulen am Ort, wobei die fünften bis siebten Klassen unsere Zielgruppen sind.“

    Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) zeigte sich vom Geleisteten angetan: „Es ist eindrucksvoll, was da im Erlhaus entstanden ist. Ich zolle ihnen meinen persönlichen Respekt.“ Auch sicherte er Weber und dem Team seine weitere Unterstützung zu.

Öffnungszeiten: Den „Offenen Treff“ gibt es jeweils Dienstag von 15 bis 20 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 20 Uhr, Freitag von 14 bis 21 Uhr, Samstag von 14 bis 19 Uhr sowie Sonntag von 13 bis 19 Uhr.

Heino Herpen

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