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Baumschädling: der Asiatische Laubholzbockkäfer. Foto: 

Probleme mit Asiatischen Laubholzbockkäfer 

Kampf gegen Schädling zeigt Wirkung

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Fast ein Jahr ist es nun her, dass in Murnau der Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer entdeckt wurde. Entwarnung kann zwar noch nicht gegeben werden. Aber offenbar hat sich der Baumschädling nicht ausgebreitet.

Murnau – Das Problem mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die aus Asien eingeschleppten Tiere – vermutlich wurden sie mit Holzverpackungen wie Paletten importiert – befallen hierzulande gesunde Laubbäume, vor allem Ahorn und Kastanie, und können diese zum Absterben bringen. Es besteht das Risiko, dass die heimischen Wälder in Mitleidenschaft gezogen werden. In Bayern gibt es aktuell fünf ALB-Fälle – einer davon ist in Murnau. Im Oktober 2016 wurde bekanntlich am alten Volksfestplatz Alarm geschlagen (wir berichteten).

Die Marktgemeinde und die zuständige Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) führen seitdem einen rigorosen Kampf gegen den Schädling – offenbar mit Erfolg. „Wir haben keine Hinweise auf aktuell fliegende Käfer. Es sieht nach einem punktuellen Befall aus“, sagt Elke Zahner-Meike, die in der Landesanstalt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Diese Entwicklung ist sehr positiv.“ Eine Entwarnung könne man aber noch nicht geben. Gut für Murnau ist, dass die Käfer als standorttreu gelten. Sie seien aufgrund ihrer Größe „relativ träge“, erklärt Zahner-Meike, die selbst Biologin ist.

Am alten Volksfestplatz – die Befallszone ist rund sechs Hektar groß – wurden bereits im großen Stil ab einer gewissen Größe Hauptrisiko-Pflanzen ausgeholzt und Bäume gefällt, um dem Käfer die Lebensgrundlage zu entziehen. Aufgrund weiterer Funde – dies können beispielsweise ALB-Larven oder Eiablagen sein – wurde das besagte Gebiet um zirka 80 Meter nach Norden zur evangelischen Christuskirche hin erweitern. In diesem Areal stehen im Oktober weitere Fällungen an. Die LfL informiert die betroffenen Grundstücksbesitzer. Auch ist eine Info-Veranstaltung geplant.

Das Hauptziel ist klar: Es soll verhindert werden, dass sich die Käfer vermehren und verbreiten. Die gesamte Initiative ist auf vier Jahre angelegt. Nicht zu verwechseln mit der Befallszone ist die deutlich größere Quarantänezone, die mit einem Durchmesser von rund vier Kilometern fast den gesamten Ort umfasst und als eine Art Sicherheitspuffer dient. Darin gelten strenge Auflagen und Bestimmungen, vor allem was die Entsorgung und den Transport von bestimmten Laubgehölzen angeht. Anscheinend halten sich nicht alle daran. Wie in der aktuellen September-Ausgabe des Gemeindeblatts „Marktbote“ zu lesen ist, haben Mitarbeiter des Marktes „im abgegrenzten Gebiet illegal entsorgte Gehölzschnitte und Gartenabfälle gefunden“. Dabei sei die sichere Entsorgung „für eine gezielte Bekämpfung des Käfers unerlässlich“. Dies könne man nur, so der Tenor, gemeinsam schaffen. Wer sich an die Vorgaben nicht hält, dem droht ein Bußgeld.

Die Kontrollen und Untersuchungen laufen indessen im Ort weiter. Beispielsweise sind Fachleute unterwegs, um auf Grünflächen und in Gärten nach typischen ALB-Symptomen Ausschau zu halten. Es werden sogar speziell geschulte Spürhunde eingesetzt. Und für den kommenden Herbst und Winter sind Baumkletterer engagiert, die in den Kronen nach dem Rechten sehen.

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