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Hier soll gebaut werden: Auf diesem gemeindeeigenen, rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Aschauer Straße wird der Dorfladen entstehen.

Grafenaschau erwartet Genehmigung demnächst

Dorfladen: Baubeginn so rasch wie möglich

Rund eine Million Euro wird der neue Dorfladen von Grafenaschau kosten. Baustart soll so bald wie möglich sein. Als Eröffnungstermin hat man das Frühjahr 2018 im Visier.

Grafenaschau – Die Verwirklichung eines Dorfladens im Herzen von Grafenaschau ist das bisher wohl ehrgeizigste Projekt von Bürgermeister Hubert Mangold (parteilos). „Wir hoffen, dass wir demnächst die Bewilligungsbescheide der beiden Förderprogramme Leader und Röfe bekommen“, sagte Mangold, als er den Schwaigener Gemeinderat über den Sachstand informierte. Auch die Bewilligung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn stehe noch aus. „Der vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen genehmigte Bauplan müsste in Kürze bei der Gemeinde eintreffen“, hofft der Gemeindechef, der so bald wie möglich mit dem Bau beginnen möchte.

Parallel dazu werde bereits von Fachbüros in Sachen Heizung, Elektroinstallation und Statik geplant. „Auch ein Einrichtungsplan wurde schon erarbeitet.“ Allerdings steckt der Teufel im Detail: So stehe zum Beispiel noch nicht fest, wie viel Strom der Dorfladen verbrauchen werde. „Ein offenes Kühlregal benötigt pro Tag 29 Kilowattstunden, eines mit Türen bloß 14 Kilowattstunden.“ Die Frage sei, welche Version für einen effektiven Betrieb benötigt werde. Die Entscheidung über die Art der Heizung stehe ebenfalls noch aus.

Nächster Schritt für den Arbeitskreis eins, zuständig für die betriebswirtschaftliche Planung und Begleitung, ist laut Mangold die Gründung einer ehrenamtlichen Betreibergesellschaft. „Die Rechtsform soll eine Mini-GmbH werden.“ Bis 20. April können sich ehrenamtliche Gesellschafter melden, die den Dorfladen betreiben. Nach Gründung dieser Gesellschaft gibt es eine Bürgerversammlung, um das Projekt und die weitere Vorgehensweise vorzustellen. Bei dieser Veranstaltung und auch danach sollen viele stille Gesellschafter für das Gemeinschaftsprojekt „Dorfladen Grafenaschau“ gewonnen werden.

Der Arbeitskreis zwei, zuständig für Sortiment und Dienstleistungsangebot, sei mit praktischen Dingen beschäftigt, etwa mit der Zahl der Steckdosen für die Kühlaggregate im Verkaufsraum oder der Frage, ob dort ein Gully benötigt werde. In den Bauplan, der im Landratsamt zur Beurteilung liegt, habe der Eschenloher Architekt Anton Schönach alle von der Kreisbehörde geforderten Änderungen eingearbeitet. Hierfür wurde Ende März sogar die Ortsgestaltungssatzung geändert, weil beispielsweise die Wiederkehre auf dem Dach und die Summe der Grundstückszufahrten nicht mit dem Regelwerk übereinstimmten.

An Kosten für die Errichtung des Dorfladens auf einem gemeindeeigenen, rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück rechnet die Kommune mit 990 000 Euro. Vom europäischen Leader-Förderprogramm wird ein Zuschuss von 182 000 Euro erwartet. Mangold hofft auf eine Eröffnung des Geschäfts im Frühjahr 2018.

Heino Herpen

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