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Arbeitsplatz mit Ausblick: Diese Mitarbeiter einer Spenglerei bringen auf dem Strütthaus das Blechdach auf.

Rathaus-Umbau kommt gut voran

Halbzeit auf Murnaus Großbaustelle

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Murnaus Mammutprojekt, der aufwändige Rathaus-Umbau, kommt gut voran. Die Rohbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Nächste Woche kann bereits Hebauf gefeiert werden. Wenn alles glatt läuft, ist der Verwaltungssitz im Sommer 2018 fertiggestellt.

Murnau – Selbst einem Laien dürfte sofort auffallen: Der Murnauer Rathaus-Umbau ist keine leichte Aufgabe, sondern eine Herausforderung für alle Beteiligten. Denn mitten im engen Ortszentrum sollen zwei alte Häuser – das historische Rathaus und das angrenzende Strütthaus – in einen modernen und bürgerfreundlichen Verwaltungs-komplex umgewandelt werden. Und zwar unter Beachtung der strengen Vorschriften des Denkmal- und Ensembleschutzes.

Diese Auflagen können viele Murnauer vor allem beim Strütthaus nicht so recht nachvollziehen. Kritische Bemerkungen dazu sind im Ort immer wieder zu hören. Viele fragen sich, wieso die Fassaden und die Dachkonstruktion des nicht gerade schönen Bauwerks an der Schlossbergstraße mit viel Aufwand erhalten werden müssen. Marktbaumeister Klaus Tworek rechtfertigt das Vorgehen. Murnau lebe nunmal von einem intakten Ortskern, argumentiert er. „Die Denkmalpflege will diesen Zustand schützen.“ Es gehe nicht um die Frage, ob einem das Strütthaus optisch gefällt. Ziel sei es, das städtebauliche Ensemble zu bewahren.

Ziemlich genau vor einem Jahr wurde unter der Leitung des Architekturbüros Schoeps & Schlüter aus Münster das ehrgeizige Unternehmen Rathaus-Umbau angepackt. Nach aktuellen Berechnungen dürften am Ende die Gesamtkosten bei rund 7,5 Millionen Euro liegen. Jetzt ist Halbzeit – und die Zwischenbilanz fällt positiv aus. „Wir haben erreicht, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Tworek. Alle wesentlichen Rohbauarbeiten sind seinen Angaben zufolge erledigt. Der Hebauf-Termin steht fest: Am Freitag, 21. Juli, wird gefeiert. Jetzt kann man mit dem Innenausbau beginnen. Das fängt bei der Haustechnik und den sanitären Anlagen an und hört bei Trockenbauarbeiten und der Fassadensanierung auf, um nur einige Beispiele zu nennen.

Tworek ist optimistisch, dass nächstes Jahr im Sommer das Ganze abgeschlossen ist. Dann kann die Verwaltung, die übergangsweise im alten Gemeinde-Krankenhaus untergebracht ist, ihr neues altes Domizil beziehen. Die Murnauer müssen indessen Geduld aufbringen, weil die Baustelle Einschränkungen mit sich bringt. Dazu zählt die für den Verkehr gesperrte Schlossbergstraße.

Der Schwerpunkt lag bislang auf dem Strütthaus, das komplett entkernt wurde. Vereinfacht gesagt, wurde hinter der Original-Fassade ein neues Gebäude hochgezogen – mit einem Keller und einer Erweiterung. Die alte Dachkonstruktion ist inzwischen wieder montiert. Derzeit sind Mitarbeiter einer Spenglerei damit beschäftigt, das neue Blechdach aufzubringen. Aber auch im historischen Rathaus, das in seiner Grundstruktur bestehen bleibt, hat sich viel getan. Anspruchsvoll war es, die beiden Gebäude miteinander zu verzahnen. So wurde etwa auf einer Ebene ein Durchgang geschaffen. Außerdem ist im Zentrum ein Aufzug für den barrierefreien Zugang vorgesehen; den Schacht sieht man bereits. Das anvisierte Raumprogramm kann man momentan nur erahnen. Highlights sind ein Bürgerbüro, ein großer Sitzungssaal für den Gemeinderat sowie die Tourist-Info im Erdgeschoss des neugotischen Haupthauses.

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