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Zwei Klassenzimmer hätten auf der Terrasse zwischen den beiden Gebäudeteilen der Murnauer Realschule Platz. Städtebaulich rät Kreisbaumeister Alkmar Zenger von der Aufstockung ab.

Das erste Hochhaus im Landkreis?

Realschule Murnau: Erweiterung diskutiert

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Der Bau ist fertig, die Schule boomt. Deshalb kamen im Schulausschuss wieder einmal die Themen Vierzügigkeit und Erweiterung zur Sprache. 

Garmisch-Partenkirchen/Murnau– Der Bau der Realschule Murnau beschäftigte die Kreisgremien in der Vergangenheit nicht nur einmal. Jetzt war sie wieder Thema im Schulausschuss. Nachdem die Bildungsstätte im Juni fertiggestellt worden war, stand nun der Abschlussbericht samt Kosten (siehe unten) auf dem Programm. Das bot keinen Stoff für Diskussionen. Dafür einmal mehr die Entwicklung der Schülerzahlen. Rund 600 Buben und Mädchen pauken dort auf 22 Klassen verteilt. Die Schule platzt aus allen Nähten. Deshalb besteht in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 derzeit eine Vierzügigkeit, obwohl die Realschule nur dreizügig ausgerichtet ist. „Der Bedarf ist einfach da“, verdeutlichte Landrat Anton Speer (Freie Wähler). Doch diese Ausnahme soll nicht zur Regel werden.

Genau in diesem Punkt hakte Guntram Gattner (ÖDP) nach. Der Kreisrat aus Murnau appellierte dafür, beim Ministerium anzuklopfen, die Viertklässler-Zahlen zu erfragen und somit vorzufühlen, was im nächsten Schuljahr auf die Einrichtung am Gamsangerweg zukommt. Gattner befürchte, dass die „Diskussion wieder aufploppt“.

Während sich Landrat Anton Speer (Freie Wähler) von der Rückkehr zu G9 Entspannung erhofft, weil wieder mehr Kinder ein Gymnasium besuchen, prognostizierte Josef Bierling (CSU) schon jetzt: „Die Entwicklung wird nicht stagnieren“, sagte er. „Wir werden in den nächsten Jahren die Ausnahme brauchen.“ Heißt in der Konsequenz: keine Entlastung im Verkehr, keine beim Platzbedarf.

Obwohl das Gremium erst im Frühjahr beschlossen hat, dass die Realschule zum Schutz der Einrichtungen in Garmisch-Partenkirchen und Schlehdorf nicht zu einer vierzügigen Schule ausgebaut werden soll und somit eine Erweiterung des Gebäudes eigentlich vom Landkreis nicht anvisiert wird, erörterte man dennoch verschiedene Möglichkeiten.

Von einer Aufstockung hält Gattner wenig. „Das finde ich unmöglich“, betonte er. „Dann hätten wir das erste Hochhaus im Landkreis.“ Bierling kann dieser Variante ebenso wenig abgewinnen, bezeichnete ein zusätzliches Stockwert als „städtebauliche Katastrophe für Murnau“.

Obwohl der Landkreis eigentlich keinen Anbau in Erwägung zieht, wurden bereits „Überlegungen durchgespielt“, wie Alkmar Zenger mitteilte. Nicht inbegriffen ist dabei die Aufstockung der Turnhalle. „Aus dem Bauch raus ist das nicht realistisch – aus statischen Gründen“, sagte der Kreisbaumeister. Die einfachste Option wäre das im Terrassenbereich zwischen Bauabschnitt eins und zwei. Die Kosten lägen bei 600 000 bis 800 000 Euro, zwei Klassenräume hätten in dem Bereich Platz. Aber auch der Fachmann äußerte optische Bedenken. „Es ist nicht zu empfehlen, weil das Gebäude eh schon wuchtig ist.“

Den mahnenden Zeigefinger erhob Alexandra Roos-Teitscheid (CSB). Sie hofft, dass sich die Situation reguliert und man deshalb keine vorschnellen Entscheidungen treffen sollte, die viel Geld kosten. Und vor allem die „Begehrlichkeiten wecken“.

Die Kosten

Erster Bauabschnitt: rund 11,5 Millionen Euro (inklusive Ausstattung und Baunebenkosten) – Kostensteigerung 3,9 Prozent. Zweiter Bauabschnitt: zirka 8 468 000 Euro – Steigerung 2,4 Prozent.
Gesamtsumme: 19,9 Millionen Euro – Steigerung 3,1 Prozent.

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