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Fliegen über Fliegen: eine Fläche im Schöffauer Schützenheim.

Gemeinderat Uffing will helfen

Ekelhaft! Fliegen-Invasion trifft Schöffaus Schützen

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Im Schöffauer Schützenheim spitzt sich in der Heizperiode eine Fliegenplage zu. Mittlerweile kommt es vor, dass sich die toten Insekten innerhalb einer Woche einen Zentimeter hoch auf dem Küchentresen türmen.

Schöffau – Andreas Merle arbeitet im Zimmerer-Handwerk und bekommt so manches zu Gesicht. „Aber solch eine Masse an Fliegen habe ich noch nirgendwo anders gesehen“, sagt der Schöffauer Schützenmeister mit Blick auf die „wirklich ekelhaften“ Zustände, die im Schützenheim herrschen. Seit Jahren wird das Problem immer wieder akut, wenn im Freien die Temperaturen sinken und im Innenbereich geheizt wird, also von Herbst bis zum Frühling – und damit genau zu der Zeit, in der die Schießsaison läuft. Fliegen über Fliegen drücken dann durch Lücken, die Merle im Dachstuhl vermutet, ins Warme und überfluten wie in einem schlechten Horror-Streifen die Räume der Schützengesellschaft Schöffau. Es handle sich dabei nicht nur um ein paar hundert Insekten, sagt Merle. Seiner Schilderung nach müssen es abertausende sein. „Das ist so eklig, dass man manchmal gar nicht mehr saugen will“, sagt Merle.

Doch penible Reinigungsaktionen sind zwingend notwendig und werden regelmäßig vorgenommen, um das Heim nutzen zu können. Der Schützenmeister verdeutlicht das Ausmaß des Problems, das seinen Worten nach von Jahr zu Jahr schlimmer geworden ist: Innerhalb von einer Woche kann sich auf dem Küchentresen eine einen Zentimeter hohe Masse an toten Fliegen ansammeln. Die Schützen bringen über Geräte, die mit Zeitschaltuhren versehen sind, Sprühmittel aus, die diese Insekten lähmen und letztlich töten können, aber dem Menschen nach Angaben Merles nicht schaden. Herrscht im Winter Sonnenschein, „krabbeln die Fliegen aus ihren Schutzlöchern und drängen an die Fenster“. Die Folge sind völlig abgedunkelte Scheiben. Und: „Saugt man eine Woche nicht, ist der ganze Teppich schwarz.“ Ein Industriestaubsauger kann dann schnell mal zu drei Vierteln voll sein – voll mit toten Fliegen. Leicht betäubte Tiere krabbeln im Schützenheim herum, fallen in Getränke, fliegen den Aktiven beim Schießen ins Visier. Für manchen ist das alles zu viel des Ekelhaften. Ausschussmitglieder etwa, weiß Merle, „können das Ganze schon gar nicht mehr sehen“. Mittel auszubringen, um die Tiere zu töten, sei keine Dauerlösung. Es müsse etwas geschehen.

Deshalb hat die Schützengesellschaft einen entsprechenden Antrag formuliert, den der Uffinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag (19.30 Uhr) behandeln wird. Noch am Dienstagabend sollte sich der Bauausschuss bei einem Vor-Ort-Termin ein Bild von der Situation in dem gemeindeeigenen Gebäude machen, in dem die Schöffauer Feuerwehr das Erd- und die Schützengesellschaft das Dachgeschoss belegt. Die Wehr bekommt nach Angaben von Kommandant Andreas Weiß von der Fliegen-Invasion im ersten Stock nichts mit. Es trifft also allein die Schützen – und das heftig.

„Dabei handelt es sich sicherlich um ein massives Problem“, sagt Uffings Zweiter Bürgermeister Josef Diepold (WGU) am Dienstagvormittag, noch vor der Besichtigung. Er hat das Ausmaß der Plage auf Fotos gesehen und hofft, dass der Vor-Ort-Termin bereits so weitgehende Rückschlüsse auf die Ursache zulässt, dass der Gemeinderat am Donnerstag einen Beschluss zum weiteren Vorgehen fassen kann. In jedem Fall stellt Diepold klar: Die Gemeinde unterstütze die Schützengesellschaft. „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter.“

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