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Es gibt schlimmere Orte: die Heranwachsenden am Strand in Mauritius.

Vierte Auflage des Austausches

Murnauer Realschüler auf Mauritius

Hier kann man es aushalten: Murnauer Realschüler waren zum Austausch auf Mauritius, einem Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans.

Murnau Bei der vierten Auflage des Schüleraustausches mit Mauritius hatten 26 Burschen und Mädchen der Realschule im Blauen Land Pech mit dem Wetter. „Drei Tage lang herrschte aufgrund eines Zyklons landesweiter Katastrophenalarm, niemand durfte das Haus verlassen“, erzählt Konrektor Ferdinand Klingelhöfer, der die Schüler zusammen mit Annegret Huber begleitet hat.

Klingelhöfer war es auch, der den außerordentlichen Schüleraustausch ins Leben gerufen hatte – weil eine ehemalige Studienkollegin auf der Insel Deutsch unterrichtet. Mittlerweile studieren zehn junge Leute aus Mauritius an deutschen Universitäten – was ohne den Kontakt nach Murnau nahezu unmöglich gewesen wäre.

Aus diesem Grund haben vor allem Eltern ehemaliger Austauschschüler aus Mauritius vor Ort den Verein „InterAktiv“ gegründet. Die Mitglieder kümmern sich darum, dass alles reibungslos über die Bühne geht. So kommt es, dass mittlerweile mit dem Lyceé des Mascareignes und dem Lyceé la Bourdonnaes zwei Gymnasien – die nach dem französischen Schulsystem unterrichten – bereit sind, ihre Türen für die jungen Leute aus Murnau zu öffnen. Immer mal wieder konnten die Murnauer ein paar Stunden Schulluft schnuppern, einmal sogar den ganzen Tag von 8 bis 17 Uhr. „Dabei wurde deutlich, dass auf der Insel eine größere Distanz zwischen Schülern und Lehrern besteht als hierzulande. Und es auch strenger zugeht“, erklärt Klingelhöfer. Die Schulen seien zudem tagsüber verschlossen. Wer rein möchte, muss an Security-Leuten vorbei. Außerdem zahlen die Eltern dort Schulgeld – und das nicht wenig.

Leider sei der ursprüngliche „Austausch-Gedanke, mit dem völligen Einlassen auf die Gastfamilie“ heuer etwas auf der Strecke geblieben, bedauert der Organisator. Etliche der Acht- bis Zehntklässler hätten vor allem deshalb teilgenommen, „um mit ihren Freunden eine geile Reise zu unternehmen“.

Gekostet hat dieses unvergessliche Erlebnis pro Kind 1450 Euro – wobei der Großteil für den Flug bezahlt werden musste. „Erstmals konnten wir alle Interessenten mitnehmen. Im Nachhinein betrachtet war die Gruppe aber etwas zu groß“, räumt Klingelhöfer ein. Er freut sich mit den Austauschschülern bereits auf den Gegenbesuch der Mauritianer im Blauen Land Anfang Juli.

Michaela Feldmann-Kirschner

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