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Von der Asphaltwüste zu einem Ort zum Verweilen: Die Einweihung des Schützenplatzes im Juli 2016.

Nach Strabs-Abschaffung

Schützenplatz: Wohl keine Kosten für Anlieger

Gute Nachricht für die Anlieger des Murnauer Schützenplatzes. Im Rathaus geht man davon aus, dass von den Anwohnern keine Straßenausbaubeiträge mehr verlangt werden. Dies wurde am Donnerstag im Marktgemeinderat bekanntgegeben.

Murnau – Hintergrund des Ganzen ist die Abschaffung der so genannten „Strabs“ im Januar 2018. Das Bayerische Innenministerium forderte daraufhin die Kommunen auf, keine Beitragsbescheide mehr an die Anlieger zu schicken. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Schützenplatzes war die Kommune 2016 davon ausgegangen, dass die Anrainer 62 800 Euro zu bezahlen haben. Das ist nun wohl passé. 

Die Summe hätte sich sogar noch erhöht. Denn die Neugestaltung des Areals wird teurer als gedacht. Im Rathaus war man von Baukosten von rund 355 000 Euro ausgegangen. Doch die Schlussrechnung belief sich dann auf etwa 423 000 Euro. Das sind circa 68 000 Euro mehr.

Dafür gibt es vor allem drei Gründe. Erstens stellte man bei Kontrollen fest, dass der Untergrund keine ausreichende Tragfähigkeit aufweist. Daher musste man im gesamten Fahrbahnbereich den Boden mindestens 30 Zentimeter tief austauschen. Dies führte zu Mehrkosten von rund 8000 Euro. Zweitens ergab die Beprobung des aufgebrochenen Asphaltbelags, dass das gesamte Material PAK-haltig ist. Das Kürzel steht für Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die krebserregend sind. Die Kostensteigerung: ungefähr 26 000 Euro. 

Drittens kam heraus, dass ein Großteil des zwischengelagerten Aushubs der Kategorie „> Z2“ zuzuordnen ist. Wegen der größeren Belastung und Menge des Aushubs entstanden Mehrkosten von etwa 35 000 Euro. Drei Gemeinderäte stimmten gegen die Kostenzunahme, der Rest gab seinen Segen.

Roland Lory

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