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Polizisten beim Training: Beamte üben hier in München mit Farbmarkierungswaffen. 

Schulungszentrum im Kemmelpark geplant

Murnau wird zur Polizei-Hochburg

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Der Freistaat investiert kräftig in den Polizeistandort Murnau. Im Kemmelpark soll ein großes Schulungszentrum entstehen. Kostenpunkt: 14 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags gab hierfür grünes Licht.

Murnau – Die Marktgemeinde Murnau ist ein sicheres Pflaster. Das mag auch daran liegen, dass hier Polizeikräfte besonders stark vertreten sind. Gleich drei Abteilungen mit insgesamt rund 110 Mitarbeitern haben in dem Gebäude an der Barbarastraße am Rande des Gewerbe- und Wohngebiets Kemmelpark ihr Domizil: die Inspektion, die Grenzpolizei und die Operativen Ergänzungsdienste. Jetzt soll auf dem südlichen Nachbargrundstück (circa 2600 Quadratmeter), das der Freistaat bereits 2014 von der Marktgemeinde erworben hat, eine vierte Einrichtung hinzukommen: ein Schulungszentrum, in dem rund 600 Ordnungshüter aus den drei Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau regelmäßig aus- und fortgebildet werden – in Theorie und Praxis.

Seit Jahren wird dieses Großprojekt vorbereitet. Das Staatliche Bauamt Weilheim hat hierfür die Pläne erarbeitet, die einen unterkellerten, zweigeschossigen Funktionsbau vorsehen, der etwas größer sein wird als das bestehende Polizeigebäude. Baurechtlich ist alles geklärt, der Markt Murnau und die Nachbarn haben bereits ihr Okay gegeben. Nun wurde die letzte große Hürde genommen: Der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen genehmigte die notwendigen Mittel. Dies berichten die CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn und Martin Bachhuber in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Oberland“, heißt es darin. Der Freistaat lässt sich das Zentrum inklusive Schießanlage einiges kosten: Es wird mit 14 Millionen Euro gerechnet (ohne Grundstückskauf) – deutlich mehr als ursprünglich kalkuliert. Vergangenen Sommer war auf einer Info-Veranstaltung von nur 10 bis 11 Millionen Euro die Rede.

Nach Angaben von Peter Aumann, Bereichsleiter Hochbau beim Staatlichen Bauamt Weilheim, wird heuer mit ersten Vorarbeiten begonnen. Eventuell könne man im Herbst die Baugrube ausheben. Wenn alles glatt läuft, sei der Komplex Ende 2022 fertiggestellt. Ein besonderes Augenmerk liege auf dem Schallschutz. Laut Aumann ist keine Lärmbelästigung zu erwarten. Beispielsweise befinde sich die besagte Schießanlage gut abgeschirmt im Keller.

Bislang trainieren die Polizisten an unterschiedlichen Standorten, etwa in Schongau oder Weilheim. Künftig soll dies in dem Murnauer Neubau unter einem Dach geschehen. Die zentrale Lage des Staffelsee-Ortes gilt als weiterer Vorteil. Zuständig für die verpflichtenden Kurse sind die Operativen Ergänzungsdienste, die auch die Trainer stellen. Leiter Michael Bayerlein spricht von einem „modernen und leistungsfähigen Einsatzzentrum“. Das Programm ist breit gefächert. Das fängt beim Waffentraining und bei der Selbstverteidigung an und hört bei der Simulation verschiedener Szenarien auf. Dazu zählen unter anderem Fahrzeugkontrollen, Hausdurchsuchungen oder die Terror-Bekämpfung.

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