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Volles Haus: Die Versammlung im Kultur- und Tagungszentrum ist gut besucht. Viele Jugendliche informieren sich über die Themen, die derzeit in Murnau anstehen.

Jugendbürgerversammlung im Kultur- und Tagungszentrum

Murnauer Schwimmbad noch nicht vom Tisch

Das Thema Schwimmbad bewegt die Murnauer Teenager nach wie vor: Das wurde auch bei der Jugendbürgerversammlung deutlich. 

Murnau – Kurzfristig wird es für die Marktgemeinde Murnau kein Schwimmbad geben. Das machte Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) bei der Jugendbürgerversammlung im Kultur- und Tagungszentrum deutlich. Doch langfristig werde man „an dem Thema dranbleiben“, wie der Rathaus-Chef den zahlreichen Anwesenden im Alter von 10 bis 25 Jahren mitteilte. Beuting zufolge gebe es nach wie vor zahlreiche Zuschriften und Anfragen rund um das Thema.

Niklas Einsle, Vorsitzender der Kinder- und Jugendvertretung Murnau (KJV), konnte das bestätigen. Er hatte im Sommer vergangenen Jahres eine Umfrage an den drei weiterführenden Schulen im Ort abgehalten. Über die Hälfte der rund 1000 Befragten hatten für ein Schwimmbad gestimmt. „Der Bedarf ist da – und wir hoffen, dass es in dieser Sache weitergeht“, sagte Einsle.

Hier wies Beuting darauf hin, dass solch ein Millionenprojekt nicht allein aus gemeindlichen Mitteln gestemmt werden könne. Für die Umsetzung seien anderweitige Zuschüsse wie etwa vom Landkreis „unabdingbar“.

Was jedoch heuer entstehen soll, ist der von der KJV angeregte öffentliche Fitnesspark. Die dazugehörigen Sportgeräte eignen sich für Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht und sollen auf dem Gelände des Jungendzentrums Erlhaus aufgestellt werden. Hierfür gewährte die Kommune einen Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro. Ferner kam aus dem Publikum die Frage auf, ob an einer Alternative zu dem Staffelseebus gearbeitet werde (dieser wird zu wenig genutzt und soll nach seiner Einführung 2015 abgeschafft werden). An dieser Stelle führte Beuting an, dass an einem Mobilitätsplan gearbeitet werde, der den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit einschließe.

 Mit der Deutschen Bahn will der Bürgermeister ebenfalls kooperieren: „Es wäre schön, wenn der Zug nach München im 30-Minuten-Takt ginge.“ Überdies soll Murnau für Fußgänger und Radfahrer freundlicher gestaltet werden. Etwa ist eine Querungshilfe an der Kocheler Straße vorgesehen. Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen. „Grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, im gesamten Ort Tempo 30 einzuführen“, sagte Beuting.

In puncto Verkehr bemängelte eine junge Besucherin die neu aufgestellten Poller in der Schwaigangerstraße. „Dadurch staut sich der Verkehr, und ich komme mit dem Fahrrad schlecht voran. Es ist zu eng“, sagte sie. Der Rathaus-Chef versprach, einen Ortstermin mit dem Mädchen zu vereinbaren. „Die Poller waren ein Test und sollten zur Verkehrsberuhigung dienen, doch wenn zugleich die Sicherheit der Radfahrer gefährdet ist, kann man das so nicht lassen“, erklärte er.

Constanze Wilz

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