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Soll im Februar eröffnen: der neue Feneberg-Markt in Ohlstadt.

Unerwartet große Resonanz am ersten Tag

Besonderer Service in Ohlstadt: Für Kunden geht‘s mit dem Feuerwehrfahrzeug zum Einkaufen

Ohlstadt hat vorübergehend kein Lebensmittel-Geschäft mehr im Ort - und bietet deshalb einen besonderen Einkaufs-Service an. Bei der Premiere reichte ein Kleinbus nicht aus - zusätzlich wurden Ohlstädter im Feuerwehrfahrzeug nach Großweil kutschiert.

Ohlstadt – Tee, Kaffee und alkoholische Getränke stehen im Schaufenster. Ein Schild preist Himbeeren aus Portugal und Marokko an. Doch kaufen kann man nichts mehr im Edeka-Markt an der Hauptstraße 17 in Ohlstadt. Siegfried Wunder hat den Laden geschlossen. Am 29. Dezember war dieser letztmals geöffnet.

Allerdings wird in Ohlstadt nicht der Notstand ausbrechen. Denn die Gemeinde hat einen Einkaufsservice organisiert, der bis zur Eröffnung des Feneberg-Marktes besteht. Diese soll im Februar über die Bühne gehen. Der kostenlose Service nach Großweil zum Edeka Luidl startete am Freitag. Die Resonanz war unerwartet groß. „Wir sind überrascht worden“, sagt Kämmerer Christoph Gratz. Der Kleinbus mit neun Sitzen reichte nicht. So entschied man, zusätzlich das Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr zu chartern. Es bietet inklusive Fahrer acht Personen Platz.

Der Einkaufsbus fährt jeweils dienstags und freitags. Die Fahrzeiten und Haltestationen: Bushaltestelle Buchenried/Bahnhof (Partenkirchner Straße) 9.30 Uhr, Maibaum/Rathausplatz 9.34 Uhr, Bushaltestelle Dorfbachstüberl (Schwaiganger Straße) 9.38 Uhr.

Dass es den Service gibt, ist an der Eingangstür des ehemaligen Edeka-Ladens an der Hauptstraße zu lesen sowie auf der Homepage der Kommune. „Außerdem haben wir eine Postwurfsendung gemacht“, erzählt Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei). „Mal schauen, wie es sich entwickelt.“ Der Kleinbus könnte eventuell auch zwei Mal fahren. „Es ist alles machbar.“

Scheuerer geht in den aktuellen „Informationen aus dem Rathaus“ auf die Schließung des Lebensmittelgeschäftes an der Hauptstraße 14 ein. „Nach eigenen Angaben wird dieser Schritt mit Differenzen zwischen Mieter und Vermieter begründet, die keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit darstellen“, heißt es da. „Im Zuge von Gesprächen mit den beiden Parteien wurde der durch den Bürgermeister angebotene Vermittlungsversuch leider abgelehnt.“ Scheuerer weist darauf hin, dass sowohl Vermieter als auch Mieter der Formulierung und auch der Veröffentlichung dieses Absatzes im Gemeindeblatt zugestimmt haben.

Siegfried Wunder hat unterdessen ein neues Betätigungsfeld gefunden. Er wird künftig in Obersöchering einen Dorfladen betreiben, hinter dem die Edeka-Handelskette steht. Die Immobilie soll am 12. April eingeweiht werden. Wunder wird dort über rund 220 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen. Andere Discounter steigen erst bei 800 Quadratmetern ein, aber dem Ohlstädter scheint die überschaubare Größe zu reichen. Äußern will er sich zu seinem Wechsel nach Obersöchering nicht, auch im Hinblick auf die Feneberg-Ansiedlung hüllt er sich in Schweigen. Dem Vernehmen nach hat es für den Obersöcheringer Dorfladen mehrere Interessenten gegeben. Doch der Gemeinderat entschied sich für Wunder.

Roland Lory

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