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Gruppenbild vor dem Gebäude der Firma Seitwerk: die Preisträger und Gratulanten. 

P-Seminare zu Themen Digitalisierung und Umwelt 

Spannende Projekte: Zwei Landkreis-Gymnasien ausgezeichnet

Die einen entwickelten eine Wander- und Erlebnis-App, die anderen produzierten Filmbeiträge zum Thema Umwelt. Jetzt wurden Gymnasiasten aus Murnau und Garmisch-Partenkirchen für ihre Projekte ausgezeichnet. 

Uffing – Als die Preisträger ihre Projekte vorgestellt hatten, sah sich Dr. Christoph Henzler bestätigt. „Ich glaube, wir haben die Richtigen erwischt.“ Henzler ist Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberbayern-West und vergab jetzt in den Räumen der Uffinger Firma Seitwerk den P-Seminar-Preis 2019 an drei Schülergruppen. Davon sind zwei aus dem Landkreis, nämlich aus Murnau und Garmisch-Partenkirchen. 27 hatten sich insgesamt beworben.

Prämiert wurde zum einen ein P-Seminar des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums. Die Schüler erstellten eine digitale Wander- und Erlebnis-App zum Thema „Königswege im Voralpenland von Bayern und Tirol“. Mit dieser kann man den Spuren der bayerischen Königsfamilie nachgehen, wobei man vieles von den bayerischen Hoheiten erfährt. Die jungen Leute haben zahlreiche Exkursionen unternommen und waren auch in ihrer Freizeit viel unterwegs. Es handelte sich dabei um eine länderübergreifende Kooperation, mit im Boot waren Schüler des Bundesrealgymnasiums in Reutte (Tirol).

„Letztendlich hat alles sehr gut geklappt“, resümierte Markus Staltmeir (18), einer der Murnauer P-Seminaristen. Viel gelernt hat nach eigenen Angaben Finn Meixner (18): „Ich kannte mich vorher mit bayerischer Geschichte überhaupt nicht aus.“ In der Umsetzung war das Projekt anspruchsvoll.

„Das war technologisch heftig“, sagte Seitwerk-Geschäftsführer Jürgen Janku. Die IT-Firma stand den Schüler als externer Partner zur Seite und half zum Beispiel bei Drohnen-Flügen mit.

Nicht mit der Historie, sondern mit Umweltjournalismus setzte sich das P-Seminar Biologie des St.-Irmengard-Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen auseinander. Die Jugendlichen produzierten Filmbeiträge für das BR-Umweltmagazin „Unkraut“. Recherche, Material- und Musikauswahl, Texte verfassen, schneiden und manches mehr hielt die Schülerinnen auf Trab. Inhaltlich ging es um die Folgen des Bergsturzes, der in Graubünden 2017 passierte. Dabei wurde auch mal das Klassenzimmer nach draußen verlegt, die jungen Frauen verbrachten mehrere Tage im Selbstversorgerhaus Barbarahütte. Experten wie Professor Dr. Harald Kunstmann oder Dr. Korbinian Freier standen Rede und Antwort. „Wir leben in einer privilegierten Landschaft“, sagte Samantha Wagner (19). „Daher sollten wir uns bewusst sein, dass wir dieses Gut schützen müssen.“ Ihre Mitschülerin Laura Stallmann (17) betonte in Sachen Umweltschutz: „Auch kleine Schritte können helfen.“

In eine ganz andere Richtung gingen die Schüler des Erasmus-Grasser-Gymnasiums München – der dritte Preisträger. Sie stellten eine Modenschau auf die Beine, die von Coco Chanel und Jean-Paul Gaultier inspiriert war. Die Klamotten erwarben sie auf Flohmärkten, die Schüler bedienten sich aber auch am Kleiderschrank der Eltern. Alle drei P-Seminare erhielten eine Urkunde sowie jeweils 200 Euro, die von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) gestiftet wurden. Spannend wird es am 25. März. Dann werden in München die vier Landessieger gekürt.

Roland Lory

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