+
Staatssekretär vor Ort: Thomas Silberhorn (3.v.l.) besucht die Werdenfelser Kaserne. Vor Ort sind zudem (v.l.) Major Danny Graupner, Bürgermeister Rolf Beuting, Bezirksrätin Alexandra Bertl, der Landtagsabgeordnete Harald Kühn, Vizebürgermeisterin Dr. Julia Stewens und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.

Werdenfelser Kaserne

Staatssekretär: Murnau ein „sicherer Standort“

Eine neue Umfrage sieht die CSU bei 36 Prozent. Kein Wunder, dass die Christsozialen alle Hebel in Bewegung setzen, um ein Desaster bei der Landtagswahl zu verhindern. Am Donnerstag rückte Hilfe aus Berlin an. Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, besuchte die Werdenfelser Kaserne.

Murnau – In der Werdenfelser Kaserne ist heuer gut was los. Im April veranstaltete die Bundeswehr ein IT-Nachwuchscamp. Kurz danach legten 13 Rekruten ihr Gelöbnis ab. Im Mai war die Kaserne, in der das Informationstechnikbataillon 293 beheimatet ist, Schauplatz einer internationalen Übung. Wenig später rührte die Truppe beim „Tag der Bundeswehr“ die Werbetrommel. Über 12 000 Besucher bevölkerten das Militärareal. Es gab aber auch Proteste.

Am Donnerstagnachmittag war nun auf Einladung von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt Wahlkampfhilfe aus Berlin zu Gast bei den Murnauer Soldaten. Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, verschaffte sich einen Eindruck von der Situation.

Murnau sei ein „sicherer Standort“, betonte der Politiker. Der Ort stehe auf keiner Liste mit Einrichtungen, „die überprüft werden“. Vielmehr wird kräftig investiert. Der Bund will  bis 2030 die Summe von 90 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die traditionsreiche Einrichtung auf die Höhe der Zeit zu bringen. Dobrindt sagte, dass „in den nächsten Jahren“ circa sechs Millionen Euro in die Liegenschaft fließen werden.

Die Sanierung ist bereits angelaufen. Auf dem großen zentralen Platz wird in nächster Zeit eine Stahlbauhalle hochgezogen. Sie wird übergangsweise verwendet. Denn alte Hallen im Süden des Kasernenareals sollen erneuert beziehungsweise abgerissen werden. Die Sanierung bis 2030 erfolge „Schritt für Schritt“, sagte Major Danny Graupner. „Man kann nicht alles auf einmal machen.“

Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) nutzte die Gelegenheit, um Silberhorn auf ein Problem aufmerksam zu machen. „Soldaten müssen Platz zum Wohnen haben.“ Der Wohnraum in Murnau sei aber zu teuer für die Gehaltsstruktur, die es bei der Bundeswehr gibt. Nach Beutings Worten gibt es in Murnau auf Grundstücken, die der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gehören, „Nachverdichtungspotential“. Gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt nannte er Flächen an der Barbarastraße und der Reschstraße. „Die BIMA hätte schon Möglichkeiten“, sagte der Rathauschef.

Zusagen bekam Beuting nicht. Nach Dobrindts Worten könnte man jedoch eventuell darüber nachdenken, BIMA-Grundstücke schneller „auf unbürokratischem Weg öffentlich zugänglich zu machen und über die Gemeinden zu entwickeln“.

Sein Gast Silberhorn hatte am Donnerstag mehrere Stationen. Er besuchte das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Kaufbeuren und die Kaserne in Altenstadt. Am Abend zeigte der Staatssekretär noch Präsenz in Oberammergau.

Roland Lory

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare