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Hier geht’s nicht weiter: Bei Achrain müssen Autofahrer umkehren.

Autofahrer müssen umkehren

Hochwasser auf der Staatsstraße 2062: Ein leidiges Dauerthema

Die Staatsstraße 2062 bei Achrain war wegen Hochwassers gesperrt - schon wieder. Pläne für eine Höherlegung der Strecke gibt es bereits. Doch bis die umgesetzt werden, kann es noch dauern. 

Murnau – Eigentlich hat Welf Probst damit gerechnet. Bei dem vielen Regen in den vergangenen Tagen war es irgendwie schon klar, dass die Staatsstraße 2062 wieder wegen Hochwassers gesperrt wird. Und tatsächlich: Autofahrer, die von Murnau in Richtung Schwaiganger fahren wollen, kamen Donnerstagfrüh bei Achrain – einem Nadelöhr, in dem sich das Wasser der Loisach regelmäßig staut – nicht mehr weiter. Bis Redaktionsschluss am Freitagabend hat sich daran nichts geändert.

„Ärgerlich“ findet das der Raumausstatter und Murnauer Gemeinderat Probst (Freie Wähler). Für ihn ist die Situation mittlerweile zum leidigen Dauerthema geworden. Immerhin bedeuten die Sperrungen für Autofahrer, dass sie Umwege – und Zeitverlust – in Kauf nehmen müssen, um ans gewünschte Ziel zu gelangen. Das trifft übrigens auch auf Rettungswagen zu, die zur naheliegenden Unfallklinik fahren. Probst und seine Fraktionskollegen fordern eine Erhöhung der Straße. „Schon lange“, betont er. Dann käme es gar nicht zu Hochwasser.

Die Debatte ist nicht neu. Das Staatliche Bauamt Weilheim hat bereits Pläne für eine Freilegung der Staatsstraße. Diese sehen vor, dass auf einer Länge von rund 600 Metern die Fahrbahn circa zwei bis drei Meter angehoben und dieser Damm mit Durchlässen versehen wird. Dass eine Anhebung der Strecke zum gewünschten Erfolg führen kann, ist an der B 2 zwischen Murnau und Ohlstadt zu beobachten. Die ist vom derzeitigen Hochwasser verschont geblieben. Im Frühjahr 2015 waren im Rahmen der Vorbereitungen für den G7-Gipfel dort Gräben freigelegt und die Straße in Teilbereichen höhergelegt worden.

Bis es jedoch auf der Staatsstraße 2062 so weit ist, wird noch einiges Wasser die Loisach runterfließen. Die Planfeststellung werde nächstes Jahr bei der Regierung eingereicht, sagt Dr. Hermann Streicher vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Ob und wann es mit dem Millionen-Projekt losgeht, sei derzeit nicht abzusehen. Im Rahmen des parallel geplanten Radwegs von Ohlstadt nach Murnau – ein Kooperationsprojekt der beiden Gemeinden – konnten immerhin Untersuchungen für die Freilegung gemacht werden.

Abhilfe könnte man nach Probsts Ansicht jedoch auch schneller schaffen. Indem man etwa einen einfachen Damm mit vielen Durchlässen baut und die Loisach vom Kies befreit. Streicher zufolge werden alle möglichen Varianten geprüft. Herrscht Dauerregen, heißt es für Autofahrer also vorerst weiterhin „umkehren“.

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