Der „Jedermann“ war bereits im Frühling ein voller Erfolg.

8 Gruppen, 3 Tage, zahlreiche Theaterstücke 

Staffelsee-Gymnasium: Bald öffnet sich der Vorhang für die Theatertage

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In knapp zwei Wochen beginnen die Theatertage der bayerischen Gymnasien in Murnau. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Neben der vielfältigen Organisation stehen natürlich auch Proben auf dem Programm.

Murnau – Die Aufführung ist noch gar nicht so lange her. Proben müssen die Schüler des Staffelsee Gymnasium den „Jedermann“ trotzdem noch einmal. Erst im Frühling brillierten die Schüler des Oberstufentheaters mit ihrer Aufführung, bei der sie eigene Texte zu dem von Hugo von Hofmannsthal hinzufügten. Nun bringen sie das Stück noch einmal zur Aufführung – bei den 62. Theatertagen der bayerischen Gymnasien, die vom 18. bis 21. Juli am Staffelsee-Gymnasium stattfinden. Geplant war das eigentlich nicht.

Eigentlich hätte das Unterstufentheater des Gymnasiums Königsbrunn am Donnerstag, 19. Juli, um 9 Uhr morgens das Stück „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ spielen sollen. Wegen eines Krankheitsfalls kann die Gruppe aber nicht nach Murnau reisen. „Somit haben wir jetzt acht Gruppen“, sagt Johannes Riedelsheimer. Der Physik- und Mathelehrer des Gymnasiums organisiert die Theatertage vor Ort und hat einiges zu tun, bevor sich der Vorhang öffnet. Ebenso wie die Schüler des P-Seminars „Organisation der 62. Theatertage der bayerischen Gymnasien“. Riedelsheimer betont: „Die Hauptarbeit wird von ihnen gemacht.“

Die Arbeit wird bis zur ersten Premiere nicht weniger

Und die Arbeit wird bis zur Eröffnung der Theatertage in knapp zwei Wochen nicht weniger werden. Ganz im Gegenteil. Dem Lehrer zufolge geht es damit erst richtig los. „Auch am Wochenende.“ Die Staffelsee-Gymnasiasten kommen nicht nur in die Schule, damit sie die Rollen proben können, mit denen sie auftreten. Drei Mal werden die auf der Bühne stehen. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 18. Juli, die die Schüler szenisch gestalten, bei der Abschlussveranstaltung und eben beim „Jedermann“. Neben dem eigenen Spiel sorgen die Schüler aber vor allem dafür, dass alles rundläuft. Etwa dass die Inszenierungen, die im Staffelsee Gymnasium und im Kultur- und Tagungszentrum stattfinden reibungslos über die Bühne gehen. Gruppen aus Nürnberg, Haar, Traunstein, Aschaffenburg, Augsburg, Landshut, Nabburg und Lauf sind in Murnau zu Gast, um das Publikum mit ihren darstellerischen Künsten zu überzeugen. Die Themen – sie sind unterschiedlich. Eine Gruppe beschäftigt sich mit dem Dritten Reich, die andere mit dem Thema Heimat – im politischen Sinne. Lockeres wie Märchen sind im Programm ebenfalls enthalten.

Alle helfen zusammen

„Die Mischung ist gut gelungen“, findet der Lehrer. Auch die Altersgruppen der Gruppen seien gut gemischt. Workshops für Schüler und Lehrer – etwa zum Thema „Bühnenkampf“ – finden am Donnerstagnachmittag statt. Nach den Aufführungen werden die Stücke ausführlich besprochen. „Ein wichtiger Part“, sagt Riedelsheimer. Vor allem in Zeiten, in denen rechte Gruppen wieder häufiger bei Demos aufmarschieren, sollte Theater ein Gegengewicht sein. Es soll zur Diskussion anregen, etwas vermitteln. „Theater ist eines der wichtigsten Bildungsmittel, die wir haben“, sagt der Lehrer, der neben seinem Lehramtsstudium das Erweiterungsstudium „Darstellendes Spiel“ absolviert hat. Außerdem gehöre Theater einfach nach Murnau. Einem Ort, der für seine Künstler berühmt ist.

Viel Unterstützung bekommt die Oberstufe von der Murnauer Ödön-von-Horváth-Gesellschaft. „Und natürlich von der Schulleitung“, betont der Physik-Lehrer. Vor allem aber die Schüler seien sehr engagiert. Auch andere P-Seminare oder Unterstufler helfen bei den Theatertagen fleißig mit. Sie organisieren zum Beispiel das Festivalcafé oder kümmern sich um das Catering. „Ich muss die Schüler echt loben“, sagt Riedelsheimer, bevor er in die Probe geht. Beim „Jedermann“ soll schließlich auch dieses Mal nichts schiefgehen.

Das Theaterprogramm:

Die Inszenierungen der acht Gymnasien in der SGM-Aula oder im KTM können von allen Interessierten besucht werden. Karten für 5 Euro (ermäßtigt 3 Euro) gibts an der Kasse vor der Aufführung.

Mittwoch, 18. Juli: 

15 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Stehempfang in der SGM-Aula, 

17 Uhr:„Woyzeck“ im KTM, 

19.30 Uhr:„Pest“ in der SGM-Aula.

Donnerstag, 19. Juli: 

9 Uhr: „Jedermann“ im KTM

17.30 Uhr: „Spurensuche (A)“ in der SGM-Aula

19 Uhr:„Spurensuche (B)“ in der SGM-Aula.

Freitag, 20. Juli: 

9 Uhr: „Es war dreimal“ im KTM

10.30 Uhr:„Untertauchen“ in der SGM-Aula

14 Uhr:„Heimat“ im KTM

19.15 Uhr:„Romeo und Julia“ in der SGM-Aula

Samstag: 21. Juli: 

9.15 Uhr: „We don’t need no“ im KTM

12 Uhr:Abschlussveranstaltung in der SGM-Aula.

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