Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Gemeinsames Ziel: Um dauerhafte Ressourceneinsparung geht es bei Fifty-Fifty, das (v.v.l.) Projektleiter Norbert Henner mit Dietmar Steinmetz von der Abfallberatung im Landkreis, Klimaschutzmanager Florian Diepold-Erl, Schulleiter Josef Holzmann, Landrat Anton Speer und Hausmeister Thomas Rapp-König vorantreiben.

Weniger Abfall, geringerer Strom- und Wasserverbrauch

Klimaschutz: Staffelsee-Gymnasium bleibt Klasse

Beim Klimaschutz nimmt das Staffelsee-Gymnasium eine Vorreiter-Rolle ein. Als Pilotschule im Landkreis gehen die jungen Leute mit Lehrern und Experten das Projekt Fifty-Fifty an.

Murnau – Was Umweltschutz angeht, ist das Murnauer Staffelsee-Gymnasium Vorreiter. Vor fünf Jahren erhielt die Einrichtung die Auszeichnung als erste klimaneutrale Schule Deutschlands. Dies war für den Initiator und Lehrer Norbert Henner ein Ansporn, weiterzugehen. So wurde nun das Projekt Fifty-Fifty in die Wege geleitet. Hierbei versuchen Lehrer und Schüler in Kooperation mit Experten des Landkreises, eine dauerhafte Ressourceneinsparung in den Bereichen Strom, Wasser und Abfall zu erzielen.

Seit Anfang des Jahres nimmt das Gymnasium als Pilotschule im Landkreis teil. Bei einem Pressegespräch am Gymnasium unterzeichnete Landrat Anton Speer (Freie Wähler) den Vertrag, mit dem der Kreis über einen Zeitraum von drei Jahren als Sachaufwandsträger fungiert. Somit ist das Projekt Bestandteil des integrierten Klimaschutzkonzeptes, dessen Schwerpunkt auf der Einsparung von Kohlenstoffdioxid in öffentlichen Gebäuden liegt.

Der besondere Anreiz von Fifty-Fifty besteht darin, dass die teilnehmende Einrichtung 50 Prozent der eingesparten Kosten für eigene Projekte im Klimaschutzbereich erstattet bekommt. Von dem Konzept zeigte sich Speer begeistert: „Wenn die jüngere Generation lernt, verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen, kommt das letztlich der Allgemeinheit zugute. Klimaschutz geht uns alle an“, sagte er. Dem konnte der Klimaschutzmanager des Landkreises, Florian Diepold-Erl, nur zustimmen. Ihm zufolge wird Fifty-Fifty seit rund zehn Jahren an Schulen in ganz Deutschland organisiert. Und das mit Erfolg. Darum sollen auch in der Region ab 2018 weitere schulische Einrichtungen daran teilnehmen.

Doch bevor es so weit kommt, werden am Staffelsee-Gymnasium Daten erfasst. Ende diesen Jahres wird Diepold-Erl die Rechnungen durchgehen. Anhand dessen entscheidet sich, ob es einen finanziellen Zuschuss vom Landkreis gibt. Diesbezüglich ist Projektleiter Henner zuversichtlich: „Ich sehe ein großes Potenzial, da die Schüler hochmotiviert an die Sache herangehen.“ Wie Schulleiter Josef Holzmann anfügte, stelle das Projekt eine Aufgabe für die ganze „Schulfamilie“ dar. Folglich sollen Eltern und weitere Lehrer mit ins Boot geholt werden. Ferner ist geplant, in den Klassen sogenannte Klimadetektive einzusetzen, die Einsparmöglichkeiten untersuchen sollen. Laut Henner macht es bereits einen wesentlichen Unterschied, wenn die Lichter in leeren Klassenzimmern konsequent gelöscht oder Geräte gänzlich ausgesteckt werden, statt permanent im Stand-by-Modus zu laufen. Darüber hinaus wird korrekte Müllentsorgung ins Visier genommen.

An dieser Stelle bietet Dietmar Steinmetz seine Hilfe an, der als Abfallberater für den Landkreis tätig ist. Er will eine eigene Projektgruppe zu dem Thema gründen. Von diesem übergreifenden Engagement zeigte sich Holzmann sehr angetan: „Fifty-Fifty kommt nicht nur dem Klimaschutz zugute, sondern erfüllt zugleich einen wertvollen pädagogischen Auftrag.“

Constanze Wilz

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