Ist in die Jahre gekommen: der Kiosk neben der Anlegestelle der Staffelseeschifffahrt.

Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Standards

Neuer Kiosk für die Murnauer Bucht

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Über die Zukunft der Murnauer Bucht wird seit Jahren diskutiert. Jetzt geht zumindest in einem Randbereich etwas vorwärts. Der in die Jahre gekommene Kiosk „Platzl am See“ soll nach dem Saisonende neugebaut werden.

Murnau – Die Murnauer Bucht – ein kurzer, aber herrlich gelegener Abschnitt am Staffelsee-Ufer – ist gerade in den Sommermonaten ein stark frequentiertes Gelände. Pächter des beliebten Freibads Lido samt Gaststätte ist Kurt Höller. Sein Bruder Christian Höller leitet den Kiosk „Platzl am See“, der neben der Anlegestelle der Staffelseeschifffahrt liegt und zu dem auch ein kleiner Biergarten gehört. Besucher bekommen dort alles Mögliche, von Eis bis hin zu kleinen Gerichten. Der Standort kommt offenbar an: Bei schönem Wetter zähle man in der Hauptsaison im Schnitt 250 Gäste pro Tag, schätzt Kurt Höller.

Doch der einfache Holzbau, der vermutlich aus den 1950er Jahren stammt und zu den Liegenschaften der Gemeinde gehört, ist stark sanierungsbedürftig. Das Landratsamt hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Mängel festgestellt. Es wurde moniert, dass der Kiosk nicht die hygienischen und baulichen Voraussetzungen für einen teilweise gaststättenähnlichen Betrieb habe. Es besteht also Handlungsbedarf. Jetzt zeichnet sich ab, wohin die Reise geht. Das Thema wurde kürzlich im Gemeinderat angesprochen.

Neubau erst nach der Saison

Entscheidend ist: Heuer läuft der Betrieb noch unter verschiedenen Auflagen weiter, wie die Kreisbehörde auf Nachfrage mitteilt. Darauf hätten sich bei einem Treffen Mitte April Vertreter der Marktgemeinde und des Landratsamtes sowie der Pächter verständigt. Nach der Saison soll dann ein neuer Kiosk entstehen. Ein Architekturbüro wurde mit den Planungen beauftragt. „Ich gehe von einem Bauwerk aus, das sich relativ schnell hinstellen lässt“, erklärt dazu Marktbaumeister Klaus Tworek. Er rechnet damit, dass das Ganze rechtzeitig zum Saisonauftakt 2018 fertiggestellt ist.

Laut Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) dürften sich die Kosten bei „maximal 300.000 Euro“ bewegen. Das Geschäft werde auf einen Kiosk-Betrieb zurückgeführt. Was dort genau verkauft werden darf, müsse noch geklärt werden. Pächter Kurt Höller ist jedenfalls mit der Entwicklung zufrieden: „Endlich passiert etwas.“ Das Gebäude entspreche nicht mehr den heutigen Standards.

Vollkommen offen ist, wie es insgesamt mit der Murnauer Bucht weitergeht. So schnell wird dort wohl nichts passieren. Dazu fehlten Zeit und Kapazitäten, erklärt Beuting – und verweist auf die vielen Projekte, die momentan laufen oder anstehen. Das Thema Murnauer Bucht befinde sich „im Ideenspeicher“. Für den Rathaus-Chef steht fest: „Das ist ein Areal mit Potential.“ An Vorschlägen mangelt es nicht. Im Gespräch war etwa immer wieder eine Seesauna. Doch das gesamte Gebiet neuzugestalten, wäre eine Herkulesaufgabe – und vermutlich eine Rieseninvestition. Beispielsweise müsste man sich Gedanken machen über einen Gastro-Neubau und die Parkplatzsituation.

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