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Schauplatz der Großveranstaltung: die Werdenfelser Kaserne in Murnau.

Thema Sicherheit wird groß geschrieben

„Tag der Bundeswehr“ in Murnau: Das wartet auf die Besucher 

Es ist ein Ereignis, das bereits jetzt seine Schatten voraus wirft: Am 9. Juni geht in Murnau der „Tag der Bundeswehr“ über die Bühne. Die Bundesstraße 2 wird dabei ganztägig gesperrt.

Murnau – Die Mission „Tag der Bundeswehr“ erfordert vollen Einsatz. Schon längst sind diverse Stellen und Behörden mit diesem Großereignis befasst, das am Samstag, 9. Juni, in der Werdenfelser Kaserne in Murnau stattfinden wird. Das Militär erwartet bis zu 12.000 Besucher.

Daher gibt es einen Sicherheits- und Koordinationsausschuss, der einmal im Monat zusammenkommt. Dem Gremium gehören Vertreter der Bundeswehr, des Landratsamts, des Murnauer Ordnungsamts und der Polizei an. Das Thema Sicherheit wird also groß geschrieben. „Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen“, betont Oberstleutnant und Pressestabsoffizier Max-Joseph Kronenbitter. Man sei auf einem „guten Weg“. Die Bundeswehr möchte ihm zufolge aber „keine hochgesicherte Festung“ aus der Kaserne machen. Der Tag, an dem sich die Truppe in ihrer ganzen Bandbreite der Öffentlichkeit präsentiert, bringt auch einen erheblichen Eingriff in den Straßenverkehr mit sich. Die Bundesstraße 2 wird nach Angaben von Ordnungsamtschef Florian Krammer ganztägig gesperrt und die Fahrzeuge weiträumig über die Autobahn A 95 sowie über Uffing und Seehausen umgeleitet. Eine „nicht alltägliche“ Maßnahme.

In der Murnauer Umgebung legt man diverse Parkplätze an, von denen aus Shuttle-Busse zur Kaserne starten. Am Eingang erwartet die Besucher laut Kronenbitter eine Personenschleuse. „Es wird stichprobenartig kontrolliert.“ Im Vorfeld will die Bundeswehr bekannt machen, welche Gegenstände auf dem Areal nciht erlaubt sind.

Das Militär setzt an dem Tag alle Hebel in Bewegung. So präsentieren sich das neue Kommando Cyber- und Informationsraum, die Luftwaffe, das Heer und die Streitkräftebasis. Auch die Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall sind vor Ort. Sie zeigen ihre Ausrüstung vom Ski bis hin zum Skidoo, führen Abseilübungen vor und bringen mit den Mulis ihre tierischen Kameraden nach Murnau. Die Besucher können sich in ein geländegängiges Einsatzfahrzeug setzen oder erleben, wie es in dem Feldlager im afrikanischen Wüstenstaat Mali zugeht. Dort sind derzeit einige Murnauer Soldaten stationiert.

„Zentraler Anlaufpunkt ist der zum Festplatz umgewandelte Exerzierplatz, auf dem eine große Bühne und ein Festzelt und zahlreiche Verpflegungsstationen stehen werden“, kündigt Kronenbitter an. Sternförmig vom Festplatz ausgehend geht es zum wüstenähnlich ausgebauten Teilbereich „Bundeswehr im Einsatz“, zur Blaulichtmeile und zum rollenden Museum mit historischen Bundeswehrfahrzeugen. Großgerät wird nicht fehlen: Den von den Spezialkräften genutzten Hubschrauber H145M landen Luftwaffenpiloten auf dem kaserneneigenen Sportplatz. Nicht weit davon entfernt bringt das deutsche Heer zwei seiner Panzer in Stellung. Mindestens zweimal am Tag können die Besucher darüber hinaus Fallschirmspringer beobachten.

Rund zwei Monate vor dem Großereignis wird das Informationstechnikbataillon übrigens 60 Jahre alt. „Der Tag der Bundeswehr ist in gewissem Sinn auch unser Geburtstagfest“, erklärt Bataillonskommandeur Jürgen Eckert. Hervorgegangen aus der Gebirgsfernmeldekompanie 8, wurde das Bataillon am 1. April 1958 in der Pionierkaserne Mittenwald in Dienst gestellt.

Roland Lory

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