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Spielt mit dem Feuer: die Weilheimer Künstlertruppe Vaganti.

Auch die zwölfte Auflage kommt an

Murnauer Kunstnacht - ein Erlebnis für die Sinne

Hausfassaden, die in leuchtenden Regenbogenfarben erstrahlen, eine atemberaubende Feuershow, kunstvoll gestaltete Schaufenster und ein abwechslungsreiches musikalisches Programm haben die zwölfte Auflage der Murnauer Kunstnacht zu einem Erlebnis für die Sinne gemacht. Unzählige Besucher drängten sich durch den Markt – laut Veranstalter Rupert Reggel (Holiday Event) kamen mehrere tausend Gäste.

Murnau - Höhepunkt des Abends war das Konzert der europaweit bekannten Reggae-Band Jamaram aus München, die im Anschluss an die Johnny-Cash-Coverband Johnny Beat auf der großen Bühne an der Bahnhofstraße auftrat. Jamarams energiegeladener Auftritt mit musikalischen Einflüssen aus Funk, Latin und Blues begeisterte das bunt gemischte Publikum: „Die Band hat trotz des Regens eine Bombenstimmung verbreitet“, schwärmte etwa Christiane (51) aus Murnau. Eine weitere Open-Air-Bühne gab es im Untermarkt, wo sich bereits am Nachmittag diverse Bands und Künstler präsentierten. Darüber hinaus erklang in zwölf Lokalen die Musik regionaler, nationaler sowie internationaler Interpreten. Im Griesbräu-Gewölbesaal etwa trat der südafrikanische Entertainer Paul Adams auf, dessen Formation „Afro-B“ die zahlreichen Gäste zum Tanzen verleitete. Ebenso gut besucht war das Kaffeehaus Krönner, in dem der Multi-Instrumentalist Titus Waldenfels zusammen mit zwei Musikern auftrat. Zum Repertoire der Band gehörten sowohl Cover-Songs als auch eigene Stücke, die in Stilrichtungen wie Swing und Blues überführt wurden.

Musikalisch war für jeden Geschmack etwas geboten. Zwar regnete es zwischendurch immer wieder, doch die Nacht war verhältnismäßig lau, was einige Besucher zu einer Verschnaufpause in den Außenbereichen der Gaststätten einlud. Nicht nur das kulinarische Angebot war groß – auch gestalterisch gab es viel zu sehen. Rund 40 Schaufenster waren mit unterschiedlichsten Kunstwerken ausgestattet – von Holzskulpturen über Plastiken bis hin zu Blumenkunst, Fotografie oder Acrylwerken auf Leinwand. Vor dem Modehaus Echter herrschte großer Andrang, da in der Auslage ein Bodypainting samt Tätowierung live gezeigt wurde. Wer selbst kreativ tätig werden wollte, konnte im Engel Haarstudio StreetArt machen. Als äußerst beeindruckend erwies sich die Feuershow der Weilheimer Künstlergruppe Vaganti. Bei deren waghalsigen Formationen auf dem regennassen Pflasterstein stockte manchem im Publikum der Atem.

Reggel, der die Veranstaltung als „spektakulärste Kunstnacht aller Zeiten“ beworben hatte, zieht eine positive Bilanz: „Die Leute hatten viel Spaß und sind richtig abgegangen, obwohl das Wetter nicht ganz so schön war.“ Genaue Zahlen, was Besucher und Einnahmen betrifft, liegen ihm noch nicht vor. Auch die Fragen, ob die Buttons gut ankamen oder die Kutschfahrt, die heuer erstmals als Shuttle-Service angeboten wurde, kann Reggel aktuell nicht beanworten. Für den Veranstalter steht jedoch fest: „Alles,  was positiv gelaufen ist, werden wir für das nächste Jahr übernehmen.“

Constanze Wilz

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