Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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Die Türzylinder der Toiletten im Tengelmann-Center sollen umgerüstet werden.

„Baldige Umrüstung“ geplant

Tengelmann-Center: WC-Ärger soll Riegel vorgeschoben werden

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Die Verantwortlichen des Murnauer Tengelmann-Centers gehen die Probleme rund um die Toiletten-Anlagen an. Geplant ist eine baldige Umrüstung.

Murnau – Die Verantwortlichen des Murnauer Tengelmann-Centers gehen die Probleme rund um die Toiletten-Anlagen an. Das kündigte Justine Zagalak, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, nach einer Tagblatt-Anfrage an. Eine Ohlstädterin hatte in der vergangenen Woche kritisiert, dass die Tür des unbesetzten Damen-WCs, das zu diesem Zeitpunkt statt eines Zylinders eine Öffnung mit Vierkant aufwies, verriegelt gewesen sei und zwei ältere Frauen hilflos vor der Tür gestanden waren.

Zagalak betont „nach Rücksprache mit dem Reiniger und Hausmeister“, dass „die Toiletten bisher nicht abgesperrt“ gewesen seien. Nicht nutzbar seien sie „nur dann gewesen, wenn eine Störung/Verstopfung vorlag, wobei hier keine gravierenden, längerfristigen Störungen aufgekommen sind“. Zagalak bestätigt, dass die WC-Anlagen keinen Schlüssel aufweisen: „Diese sind mit einem Sanitärschloss versehen. Daher könnte jeder sich den ,Spaß‘ erlauben und hier die Damen- und Herrentoilette von außen verschließen.“

Die Gebäude-Eigentümerin Trei Real Estate GmbH, Immobiliengesellschaft der Tengelmann-Gruppe, reagiert nun darauf: „Die Zylinder im Damen- und Herren-WC werden so bald wie möglich auf Knaufzylinder umgerüstet“, erklärt Zagalak. Diese können von innen mittels eines fest installierten Knaufs bedient werden – „aber auch von außen per Schlüssel, falls die Person im Raum Hilfe benötigt und selbst nicht mehr öffnen kann“.

Bereits im vergangenen Sommer hatte es Ärger um die Toiletten im Tengelmann-Center gegeben. Damals war das Behinderten-WC dauerhaft verriegelt geblieben. Ein schwer gehandicapter Rollstuhlfahrer aus Ohlstadt, der das Klosett sonst immer benutzt hatte, hatte in seiner Not schließlich in seinen Rollstuhl uriniert. Zagalak hatte in diesem Zusammenhang den Verdacht geäußert, Jugendliche könnten ihr Unwesen treiben und die Tür zum Behinderten-WC mit passendem Werkzeug mutwillig absperren. Trei schob den Problemen schließlich einen Riegel vor und ließ wie von mehreren Seiten gefordert ein Euro-Schloss einbauen, für das viele behinderte Menschen einen passenden Schlüssel besitzen. Zwei Exemplare wurden im Tengelmann-Center hinterlegt.

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