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Noch in Bad Tölz im Geschäft: Peter Mayerhofer (l.) vom Ratskeller, hier mit seiner „rechten Hand“ Peter Kloo, wird nach dem Stand der Dinge den Seehauser Gasthof zum Stern übernehmen.

Seehauser Gemeinderat hat sich für neuen Pächter entschieden

Tölzer übernimmt Gasthof Stern

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Ein erfahrener Gastronom aus Bad Tölz wird nach dem Stand der Dinge neuer Pächter des Seehauser Gasthofs zum Stern. Peter Mayerhofer soll das Hotel-Restaurant zum 1. Januar 2019 übernehmen. Der Gemeinderat hat sich für den 53-Jährigen entschieden. Am Pacht-Vertrag wird noch gefeilt.

Seehausen– Der gemeindeeigene Gasthof zum Stern ist weit mehr als eine x-beliebige Wirtschaft. Er besitzt immense Bedeutung für Seehausen: als zentraler Veranstaltungsort, einziges Vereinsheim im Dorf, als einer der größeren Vermieter und als Restaurant mit gutem Ruf. Bruno Wallmeier hat in bald 21 Jahren als Pächter dafür gesorgt, dass die Messlatte sehr hoch liegt, wenn er sich wie geplant Ende 2018 – dann läuft der aktuelle Fünf-Jahres-Pachtvertrag mit der Gemeinde aus – zurückzieht. Peter Mayerhofer hat sich vor Ort einen Eindruck verschafft und zieht verbal den Hut vor dem Kollegen: „Was ich kennengelernt habe, war alles sehr gut“, betont er. „Ich steige in große Fußstapfen.“

Mayerhofer soll der neue Mann im Stern werden und am 1. Januar 2019 offiziell starten. Der Gemeinderat hat sich im April für den gelernten Koch als Wallmeier-Nachfolger entschieden. Dieser führt seit neun Jahren den Ratskeller in der Fußgängerzone von Bad Tölz als Pächter, der Stadt, in der er aufgewachsen ist. Zuvor hatte er 16 Jahre den Gasthof Post in Warngau betrieben – seinen Angaben zufolge ein größeres Unternehmen mit Saal und Biergarten. Im November will Mayerhofer im stadteigenen Ratskeller, der inklusive Biergarten über 240 Sitzplätze verfügt, Schluss machen und sich vergrößern. Seine „rechte Hand“ Peter Kloo, mit dem er seit 25 Jahren zusammenarbeitet, bringt er nach Seehausen mit. Kloo soll sich um den Service und um die Gästezimmer kümmern.

Bürgermeister Markus Hörmann (CSU) bestätigt die Gemeinderats-Entscheidung pro Mayerhofer. „Der Vertrag soll möglichst bald unterschrieben werden“, sagt Hörmann. Man sei gerade noch am Feilen. 15 Bewerber hatten ursprünglich Interesse angemeldet, in der heißen Phase blieb eine Auswahl von 5.

Mayerhofer bestätigt: „Mit der Gemeinde ist soweit alles in trockenen Tüchern.“ Verhandlungen laufen dagegen noch mit Bruno Wallmeier. Dabei geht es um die Höhe der Ablöse, die Mayerhofer zahlen soll für Investitionen, die Wallmeier getätigt hat.

Mayerhofer hatte „durch Zufall“ über einen Lieferanten aus Murnau davon erfahren, dass der mit vier Sternen klassifizierte Seehauser Gasthof frei wird. Er sah sich das Objekt im November an – und gewann einen sehr positiven Eindruck: „Mir gefällt das ganze Lokal“, sagt Mayerhofer. Es sei bayerisch, gepflegt, gut geführt und weise – anders als der Tölzer Ratskeller, den, so Mayerhofer, ein Unternehmer von der Stadt gepachtet und an ihn weiterverpachtet habe – keinen Renovierungsstau auf. „Im Stern ist alles auf dem Stand der Dinge.“

Das Restaurant-Hotel soll Mayerhofers „letzte Station“ vor dem Ruhestand werden. Der 53-Jährige möchte ein kleines Team aus Bad Tölz mitbringen und mit dem vorhandenen Seehauser Personal zu einer „schlagkräftigen Truppe“ vereinen. Der Stern soll unter seiner Ägide wie von der Gemeinde gefordert „bayerisch-bodenständig bleiben“. In Sachen Qualität will Mayerhofer, der seit 35 Jahren in der Gastronomie arbeitet und auf regionale Produkte setzt, an Wallmeiers Standard anknüpfen – auch wenn es, wie er ankündigt, „sicher die eine oder andere Veränderung geben“ werde.

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