Am Eingang: Der neue Direktor Tobias Schürmer hofft, dass die Schulfamilie bald wieder zusammenkommen darf.
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Am Eingang: Der neue Direktor Tobias Schürmer hofft, dass die Schulfamilie bald wieder zusammenkommen darf.

Staffelsee-Gymnasium

Start in turbulenten Zeiten: Tobias Schürmer tritt Job als Direktor an

Neuer Job in schwierigen Zeiten: Tobias Schürmer hat seinen Dienst als Direktor des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums angetreten.

  • Tobias Schürmer hat seinen neuen Job als Direktor des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums angetreten.
  • Es ist eine Rückkehr zu seiner alten Wirkungsstätte.
  • Schürmer sieht Schule nicht nur als zentralen Lernort, sondern auch als Lebensraum.

Murnau – Mit seinem neuen Arbeitsplatz verbindet der Direktor des Staffelsee-Gymnasium viele schöne Erinnerungen, „denn diese Schule ist meine alte Liebe“, sagt Tobias Schürmer. Nach seinem Referendariat hatte er bereits bis 2011 als Lehrer in Murnau unterrichtet, wohin er diesen Monat zurückkehrte. In den vergangenen zehn Jahren war er als pädagogischer Mitarbeiter im bayerischen Kultusministerium und danach am Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen als Direktor tätig. Dass er zur Mitte des Schuljahres seinen pensionierten Vorgänger Josef Holzmann ablösen kann, freut Schürmer vor allem aus privaten Gründen: Mit seiner Frau und drei Kindern lebt er in Moosrain und kann jetzt bei gutem Wetter ins Büro radeln. Schon früher hatte er sich am Staffelsee-Gymnasium als Lehrer für Sport, Deutsch und Englisch für wichtige Projekte engagiert wie zum Beispiel die Kletterwand in der Turnhalle.

Schule als Stück Heimat

„Es war mir nicht ganz leicht gefallen, vor zehn Jahren ins Ministerium zu wechseln“, sagt er, „denn Schule ist im besten Fall immer auch ein Stück Heimat.“ Das ist sie für die insgesamt 871 Gymnasiasten derzeit nicht, denn wegen Corona sind sämtliche Klassenfahrten, Konzerte und Schulfeste gestrichen; mit Ausnahme der Q 12 gibt es lediglich Unterricht und Kontakte auf Distanz. „Dabei bräuchten wir alle so dringend wieder Freude an gemeinschaftlichen Erlebnissen“, findet Schürmer. Er sieht Schule nicht nur als zentralen Lernort, sondern auch als Lebensraum. Auch für die rund hundert Lehrer und Mitarbeiter sei die Pandemie eine echte Herausforderung. „Und ein Wechsel in der Leitung mitten im Jahr bringt ja auch eine gewisse Unruhe, weshalb es mir ganz wichtig ist, in den kommenden Monaten für Stabilität zu sorgen.“

Berufswahl nie bereut

Dass er Pädagoge werden will, stand für Schürmer schon früh fest: „Das war eine meiner besten Entscheidungen im Leben, die ich nie bereut habe.“ Das Murnauer Schulgebäude, in das er in der Faschingswoche zurückgekehrt ist, steckt für ihn voll schöner Erinnerungen: „Einige meiner früheren Kollegen und Mitarbeiter sind noch immer da“, die neuen lernte er bei einer Online-Begrüßungskonferenz am Aschermittwoch kennen. Dazu kamen erste Gespräche mit den Personal- und Elternbeiräten, die Verabschiedung am Werdenfels-Gymnasium, das Aus- und Umräumen des Büros – ein turbulenter Start in schwieriger Zeit. „Wir können nur hoffen, dass die bald vorüber ist und unsere Schulfamilie wieder zusammenkommen darf.“ Schürmer stammt aus Freising, hat drei Kinder im Alter von zwei, sechs und neun Jahren und ist in seiner Freizeit gern sportlich unterwegs, sei es beim Klettern, Langlaufen oder Skibergsteigen.

Peter Stöbich

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