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Unwetter in Großweil: Beim Starkregen im Juni ist auch die Mühlstraße besonders betroffen. Bis zu 30 Zentimeter hoch steht darauf das Wasser.

Überflutungen: Mehr Schutz für  Mühlstraßen-Anwohner

Anwohner der Großweiler Mühlstraße waren vom Starkregen im Juni massiv betroffen und forderten nun Abhilfe. Der Gemeinderat hat ein Maßnahmen-Paket beschlossen.

Großweil – Extreme Niederschläge haben den Anwohnern der Mühlstraße in Großweil immer wieder Probleme bereitet. Zuletzt sorgte dort der massive Starkregen Anfang Juni, der über dem Dorf und dem Freilichtmuseum wütete, für eine überflutete Straße. Bis zu 30 Zentimeter hoch, so berichtet Bürgermeister Manfred Sporer (CSU-Dorfgemeinschaft), sei das Wasser damals auf der Mühlstraße gestanden. In der Sitzung des Gemeinderats forderten Anwohner der Straße – betroffen sind laut Sporer etwa 15 Gebäude – die Kommune auf, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Diese will mit mehreren Schritten reagieren.

Die Mühlstraße sei der tiefste Bereich des Ortsteils Großweil, an dem die Kanalisation verlaufe, erklärt Sporer. Bei starken Niederschlägen könnten die Pumpen die immensen Mengen an Wasser, die über die Kanalisation abfließen, nicht mehr bewältigen, wodurch es im Kanal an der Mühlstraße zum Rückstau komme. Die Folge: Das Wasser werde über die Gullydeckel hinauf auf die Straße gedrückt. In die Gärten sei das Wasser im Juni nicht gelaufen, „da die Anwohner kleine Sandsackbarrieren gebaut haben“.

In der Sitzung beschloss der Gemeinderat nun ein ganzes Maßnahmen-Paket, um die Mühlstraße künftig vor Überflutungen zu schützen. Zum einen, so Sporer, sollen die Bergstraßen im Ort – etwa hinauf zur Glentleiten oder am Freizeitheim – mit sogenannten Bergeinläufen versehen werden. Diese speziellen Gully-Abdeckungen sollen verhindern, dass zu viel Regenwasser in die Kanalisation gespült wird. Dadurch werde die Rückstau-Gefahr in der Mühlstraße gesenkt. Mit der Ausarbeitung genauer Pläne sowie einer Kostenaufstellung werde ein Ingenieurbüro betraut.

Zweitens werde künftig bei starken Niederschlägen kontrolliert, an welchen Kanaldeckeln im Dorf zu viel Regenwasser in die Kanalisation läuft. Diese sollen dann kurzfristig zugestöpselt werden. Und drittens, so Sporer, werden Bauhofmitarbeiter künftig nach starken Regenfällen die Gullydeckel im Ort von Schmutz und Ablagerungen befreien. „Das ist schon in der Umsetzung.“ Die Kombination dieser drei Vorhaben, so hofft Sporer, werde künftig verhindern, dass es zu Überflutungen an der Mühlstraße kommt.

Franziska Seliger

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